• Wirtschaftsschädigend wohl sowieso. Aber dass die Japaner mehr als Schiss vor einem weiteren GAU haben, ist wohl mehr als nur verständlich. Dass es daher zu "überstürzten" Handlungen kommen kann, finde ich logisch.
    Naja, das größte Problem ist wohl, dass die lieben Japaner nicht gerade wenig Strom verbrauchen und durch die doch ziemlich hohe Anzahl von AKWs auf diesem Inselkomplex jetzt wohl noch ein paar Arbeitslose kostenfrei oben drauf bekommen :/

    sincerely your roman soldier

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  • Hmm, also ich bin auch strikt gegen Atomkraft. Und die Frage ist, ob es tatsächlich zu wenig Strom gibt... Die Preise steigen sowieso dauernd, egal, wie viel man nun verbraucht.

    Auch die Energiekonzerne, die über den Ausstieg-Ausstieg-Ausstieg jammern sind echt Versager. Die wussten schon, dass es zuende geht, haben dann durch die olle Regierung doch noch Schonzeit bekommen und flamen jetzt rum, dass das wieder abgeschafft wurde und jetzt demnächst (hoffentlich!) Feierabend ist. Außerdem haben die seit der Einführung der Atomkraft echt günstige Bedingungen gehabt, schließlich wollten sie das zuerst gar nicht, weil sie nicht wussten, wohin mit dem Müll, aber dann hat die Regierung ihnen zugesagt, dass der Steuerzahler die Kosten für die Entsorgung trägt... Und dennoch wird Atomstrom als günstig verkauft.

    Und in Bergwerken lagern...Man sieht ja, was in der Asse passiert ist. Zumal niemand genau weiß, was da alles lagert, das ganze Ding ist eine Riesensauerei. Die Bleifässer nochmal mit Kunststoff und Glas zu ummanteln ist sicherlich keine schlechte Idee, aber ich denke, da wird es einen Haken geben, sonst hätte man das bestimmt schon gemacht.
    Und an solchen Orten feiern manche Leute Kindergeburtstage... *kopfschüttel*
    Aber da Müllproblem - Kein Ding, wir kippen das Zeug einfach irgendwo in die afrikanische Wüste... :ironie:
    Da hat sich nie jemand Gedanken gemacht. Und obwohl noch keiner weiß, wohin mit dem Dreck, wird einfach mal weiterproduziert.
    Niemand, auch nicht der tollste Experte kann garantieren, dass das Zeug Millionen von Jahren sicher ist. Wie soll man das auch testen? Zu behaupten, das Zeug wäre sicher gelagert ist einfach nur anmaßend und zeugt von Dilettantismus. Solche "Experten" sind echt nicht zum Aushalten.
    Heutzutage schafft man es ja noch nichtmal, die Bohrplattformen sicher zu machen, die Atommeiler sind auch nicht sicher, waren es auch nie, siehe Fukushima, Tschernobyll, Majak oder Harrisburg... Und wie auch so Aktionen wie Contergan zeigen, interessiert es die Einflussreichen auch nicht so wirklich, Hauptsache Geld. Zur Not sollen sie das Zeug an die ganzen hohen Tiere der Konzerne und an die Atom-Lobby verfüttern, dann haben alle was davon.
    Es ist zudem eine Frechheit, dass die öffentliche Meinung solange ignoriert wurde. Und wie ist es wohl, wenn irgendwer kommt und einem das Strahlenzeugs unter dein Haus packt? Egal, ob der erzählt, alles wäre sicher. Und wenn was passiert... Im Zweifelsfall wird dann immer gesagt, dass die Verantwortlichen so etwas nicht voraussehen konnten und man bekommt eine Zyankalikapsel und eine schöne Trauerfeier, damit man nciht so lange leiden muss. Dafür würde wahrscheinlich sogar das Sterbehilfegesetz geändert werden.
    Ich frage mich, wie man da behaupten kann, Atomkraft sei gut und sicher, gerade wenn Menschen dann das Zeug einfach vor die Füße gekippt bekommen, nur weil irgendein Politker den richtigen Gutachter beauftragt hat, der sagt, dass alles sicher sei. Gerade für Kinder ist das nicht schön.

    Und selbst wenn man Atomkraftwerke sicherer macht - der Mensch ist auch eine nicht zu verachtende Fehlerquelle, wie oft gezeigt wird. In Harrisburg z. B. war ein Ventil kaputt und in kürzester Zeit blinkte das ganze Terminal und niemand konnte mehr sagen, was die Ursache war. Und die Notfallkühlung zum kühlen der Nachzerfallswärme funktionierte nicht, weil nach dem Test wenige Tage vorher jemand vergessen hatte, die Ventile dort wieder aufzumachen. Es gab noch mehr Probleme, einfach mal ein bisschen recherchieren
    Genauso in Tschernobyll, dort wurde durch schwerwiegende Fehler während der Simulation (!) eines Komplettstromausfalls die Explosion ausgelöst - Na herzlichen Dank... Und diese Kinder dort in der Umgebung haben dann echte Probleme. Teils kamen die dann ins Ausland zur Erholung, um den Strahlen mal für einige Zeit zu entrinnen, oder um Knochenmarkstransplantationen zu erhalten, aber dennoch leiden die jungen Menschen am meisten.
    Und es ist ja auch so, dass eine Katastrophe irgendwo auf der Welt, Schädigung in einem sehr großen Umkreis verursacht.
    CO2 durch Atomkraft ersetzen, ist wie den Teufel mit dem Belzebub auszutreiben. Wie diese Lobbyisten und Konzernchefs noch ruhig schlafen können - gewissenslose Schufte...

    Darum: Schluss mit Atomkraft!

    Und kommt mir nicht mit "wirtschaftsschädigend" - Eine Atomkatastrophe ist auch wirtschaftsschädigend und beeinflusst auch den Tourismus negativ. Das tut ein Abschaffen von AKWs nicht.
    Und gerade in diesem Zusammenhang ist die Reduzierung der Solarstromförderung nicht zu verstehen...
    Und auch wenn immer sowas behauptet wird wie: "Unsere Meiler sind viel sicherer", "Das passiert nur einmal alle 100000 Jahre", etc. - Das ist alles gelogen. Man hat schon gewitzelt, über die zweite Behauptung: "Kinder, wie die Zeit vergeht...".
    Und sicher sind unsere Meiler garantiert nicht und auch die Angestellten dort sind nicht perfekt, das kann man auch nicht von ihnen erwarten. Und wer komtm schon auf die Idee, einen Kühlkreislauf mit Natrium zu bauen??? Jeder, der im Chemieunterricht aufgepasst hat, weiß schließlich, was passiert, wenn man Natrium in Wasser kippt... Aber klar, ist alles sicher... Der "Brutreaktor" ist eine durchgeknallte Idee.

    Hier nochmal schön viele Unfälle...

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    Einmal editiert, zuletzt von Bennji (29. März 2012 um 14:35)

  • Ich habe heute mit meinem Grossvater darüber geredet, er findet diesen Abstellwahn auch volligen irrsn. Es sind noch keine alternativen in sicht der Strom wird warscheindlich aus Frankreichs AKWs kommen oder Deutschen Kohlekraftwerken diese CO 2 schleudern. Aber die Grünen mit ihren Elektroautos meinen ja der Strom kommt aus der Steckdose und ist wie durch Zauberhand da!

    Ich der Schweiz ist es sowieso verzwickt. Windkraft - Verschandelt die Landschaft, tötet Vogel und macht lärm -Wasserkraft - Verschandelt die Landschaft Fische können nicht mehr Flussaufwerts - Solar - Verschandelt die Landschaft, der heimatschutz kommt ALLES BETRACHTUNGS WEISSEN VON POLITIKERN UND GRÜNEN NICHT VON MIR. Ich finde Solaranlagen gehören auf jeden Öffentlichegebäude und grösser Häuser.

    Darum stopt den abschalt wahnsinn, wir haben noch KEINE alternativen oder wollt ihr im Dunkeln sitzen?!

  • @ZuCFan: Es gibt alternativen zur Stromgewinnung. Auch Umweltfreundliche(re), aber die kosten in großen Mengen ein Schweine Geld. Und da ist die Umwelt niemandem so wichtig, als das jemand so viel Geld ausgeben möchte. Weder der Verbraucher - Die schrei'n zwar alle, weg mit AKWs, beschweren sich aber dann, wenn's teurer wird.
    Du hast da doch gerade sogar selber welche aufgezählt: Windräder, Wasserturbinen, Photovoltaik Anlagen. Klar, es sieht nicht immer so schön aus, aber schlimmer für die Natur als hoch Radioaktiver Abfall kann es wohl kaum sein.

    sincerely your roman soldier

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  • Also bist du grundsätzlich nicht gegen die Abschaltung von AKWs, sondern gegen die Geschwindigkeit in der das zu passieren scheint? Das gefällt mir - Geht mir auch so.
    Ich frage mich nur, warum es auf einmal so schnell geht. Das gab es nach der Katastrophe von Tschernobyl, die ja noch weit aus heftiger war, soweit ich weiß, doch auch nicht, oder? Jetzt wo es Japan getroffen hat, kreischen auf einmal alle, dass man innerhalb des nächsten Jahren unbedingt jedes AKW der Welt abschalten muss.

    sincerely your roman soldier

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  • Was soll mit dem Atommüll geschehen? Wenn weiterhin viele Atomkraftwerke im Betrieb sind, wird es auch noch mehr Atommüll geben. Was ist das schlimmere Übel?

    Du hast dich nicht geäußert, wie das Problem mit dem Atommüll geklärt werden soll. Meiner Meinung nach kann es eine vernünftige praktische Lösung nicht geben.

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  • Erstmal sollen keine neuen Atomkraftwerke gebaut werden, damit der Atommüll nicht mehr wird. Die Frage, wohin damit, ist schwierig. Es würde Sinn machen Orte zu nehmen, die schon sehr verstrahlt sind, da keine Menschen mehr dort leben. Das ist natürlich keine gute Lösung, aber sie ist als temporär zu sehen.

  • Naja, die Frage ist, wenn wir zB sagen, wir packen den ganzen Müll in möglichst sichere Fässer und verfrachten ihn nach Tschernobyl.

    1. Wie kriegen die Leute das Zeug dahin, wenn dort alles so stark verstrahlt ist?
    2. Das ganze Zeug wird vor den Fässern wenig halt machen, könnte sich also möglicherweise weiter ausbreiten - Ich weiß nicht ganz, wie das bei Radioaktivität aussieht.

    Vielleicht wäre es ja eine Möglichkeit, alles dorthin zu schaffen und die Fässer dann mit einer dicken Betonschicht zu übergießen?

    sincerely your roman soldier

    JUS DREIN JUS DAUN

  • es gibt 3 arten von strahlung :
    alpha die schlimmste und ein blatt papier reicht zum Abschirmen
    beta ist sehr energiereich und da braucht man schon sowas wie ne Hauswand
    und dann gamma strahlung nicht mehr so gefährlich (im vergleich mit den Anderen) für die braucht man dann aber ein schicht blei

    die Fässer sind bleihaltig also halten auch alle ab ... außer natürlich sie fangen an zu rosten was bei halbwertszeiten von ein paar 10.000 Jahren wohl vorkommt
    den aus dem ursprünglich strahlenden element wird ein neues und das geht ne weile so weiter

    am besten wäre die weiterentwicklung der Atomkraft zur Kernfusion(wie unsere Sonne) aber das wird wohl noch sehr lange auf sich warten lassen

  • Eine dickere Schicht Blei braucht man da ;) Und durchrosten tuts irgendwann immer. Niemand kann über Millionen von Jahren SIcherheit garantieren, wer das behauptet hat einfach keine Ahnung, da gibt es keine empirischen Werte.

    Die Katastrophe in Fukushima wurde genauso hoch eingestuft wie die von Tschernobyl. Und die jetzt größere Angst kommt vermutlich daher, dass Japan als ein hoch technisiertes Land gilt, während man bei Tschernobyl noch sagen konnte, dass in der Ukraine geringere Sicherheitsvorschriften galten oder so etwas in der Richtung.

    Und neue Atomkraftwerke braucht nun wirklich niemand.
    Ich will z. B. keinen Atommüll in Salzbergwerken vor meiner Nase, nur weil irgendein Politiker meint, das wäre sicher. Die haben nämlich keine Ahnung, das hat die Asse gezeigt. Das ist alles eine Schweinerei, man weiß ja noch nichtmal, was da alles lagert.

    Und den Müll an verstrahlte Orte zu bringen? Jedes Land muss seinen eigenen Atommüll entsorgen, sonst hat das zur Folge, dass ärmere Länder gegen Geld das Zeug bei sich in die Wüste kippen, wo arme Menschen leben, die niemanden interessieren. Und außerdem leben an vielen dieser Orte schon wieder Menschen, z. B. in Tschernobyl, in die Umgebung sind vor allen Dingen alte Menschen zurückgekehrt, die auf ihre alten Tage nicht mehr neuanfangen können/wollen. Und die älteren Menschen sind von der Strahlung auch nicht mehr so stark betroffen, die sind schon alt und es ist ihnen lieber dort den Rest ihrer Tage zuzubringen, als ganz woanders hinziehen zu müssen.
    Außerdem arbeiten in Tschernobyl auch schon wieder (gut bezahlte) Arbeiter und überwachen das Werk bzw. dessen Reparatur, den Austausch der Betonhüle etc.
    Das Zeug einfach in verstrahlte Gebiete zu schaffen ist darum keine gute Idee. Wenn sowas gemacht werden würde, dann würde das Zeug im Nu auch in Slums in Afrika landen, das interessiert dann sowieso keinen, Hauptsache das Zeug ist weg.
    Und die Frage wäre bei temporärer Lagerung dort auch, wer das Zeug dort hinschafft und wieder weg, da muss man dann auch wieder Leute wie die Menschen in Tschernobyl finden.

    Beton drüber kippen ist sicherlich eine Möglichkeit, das hat man bei Tschernobyl auch gemacht, allerdings weiß dann nicht mehr, wie es darunter aussieht.


    Und was ich absolut lächerlich finde: Leute, die sich über die Verschandelung der Landschaft mit Windkrafträdern beschweren, von wegen Tourismus nimmt Schaden, etc. Und diese Leute meckern dann irgendwo rum und schwupps wird der Windpark nicht gebaut. Das wäre bei einem AKW nicht möglich, die DInger werden gebaut, egal was die Bevölkerung sagt, ebenso die Lager in den Salzbergwerken. Die sind bestimmt gut für die Landschaft und den Tourismus... Dann findet man mehr vierblätterige Kleeblätter...

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    Einmal editiert, zuletzt von Bennji (10. April 2012 um 11:52)

  • Blue Dragon: Ich bin mal gespannt, von welcher Anwendung du spricht. Denn meiner Ansicht nach ist Atomkraft immer schädlich, da dabei Radioaktiver Müll produziert wird, wo bis heute keiner weiß, wohin damit.

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