Saving Mr. Banks (Making of Mary Poppins)

  • Saving Mr. Banks ist ein neuer Disney-Film, der im Grunde die Schwierigkeiten der Produktion von "Mary Poppins" behandelt. Darin kommt dann natürlich auch Walt Disney vor, der hier von Tom Hanks gespielt wird.
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    Der Film sieht unglaublich interessant aus für mich. Ich freue mich schon, da mehr von zu sehen. Und die Besetzung sieht ebenfalls gelungen aus in diesem Trailer.

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  • Der Trailer gefällt mir schon mal sehr gut. Ist zwar kein Film für den ich jetzt unbedingt ins Kino muss aber ich denke wenn die DVD erscheint werde ich schon zu schlagen.

  • Ich bin schon gespannt auf diesen Film. So eine "Hintergrundgeschichte" kann doch recht interessant sein! Ob ich mir den Streifen im Kino ansehen werde, weiß ich allerdings noch nicht. Evtl. wandert aber die DVD dann in meine Sammlung. Mal sehen, wann die Deutschlandpremiere sein wird.

  • Der Film klingt wirklich tierisch interessant und ich denke, dass ich ihn mir definitiv ansehen werde! Zwar noch nicht im Kino, denke ich, aber aller spätestens bei der Premiere auf Sky :D

    sincerely your roman soldier

    JUS DREIN JUS DAUN

  • Ich würde ihn mir ja gerne ansehen, aber leider gibt es in der Nähe kein Kino, das ihn zeigt :/ Und das geht anscheinend auch vielen anderen so, der Film ist Mangelware. Sorry, ich fahre keine 30 km in einen Ort, von dem ich noch nie gehört habe, um einen Film zu sehen. Dann werde ich auf die Blu-ray warten müssen, die hoffentlich bald kommt.

    Hier kann man prüfen, wo der Film läuft: http://www.disney-kinofinder.de/Saving-Mr-Banks/263149/

  • Hat schon jemand Glück gehabt und ein Kino in seiner Nähe gefunden? Oder anders gefragt hat schon jemand den Film sehen können?

    Bei mir sieht es nach wie vor schlecht aus, ich fürchte, ich werde den Film erst auf Blu-ray sehen können.

  • Dass der Film fast nirgendwo gezeigt wird, finde ich aber schon ein wenig eigenartig. Ich müsste ganze 80 km weit fahren, um mir den Streifen im Kino anzuschauen und das mache ich dann ja doch nicht. Ich habe auch gehört, dass bei der Geschichte vieles ziemlich verschönt wurde, damit man einen schönen Schluss für den Film arrangieren konnte. Naja... das hat mir dann doch irgendwie das Interesse an Saving Mr Banks geschmälert...

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  • Gestern habe ich den Film "Saving Mr. Banks" gesehen und fühle mich nun dazu veranlasst ein paar Worte dazu zu sagen:
    "Mary Poppins" gehört zu meinen Lieblingsfilmen und entsprechend hoch war die Neugier, als ich damals von der Produktion dieses Filmes erfuhr; genauso hoch allerdings auch die Skepsis, da er ja von der Disney Company selbst umgesetzt werden sollte und man daher ja eigentlich nur eine Art "Reinwaschung" der Problematik erwarten konnte, die die Entstehung dieses des Musicalfilms von 1964 umgibt. Erste Online-Kommentare zum Film bestätigten diese Vermutung nur. Vielleicht war es daher gar nicht so schlecht, dass es jetzt doch fast frei Jahre gedauert hat, bis ich den Film sah, denn so waren einige kritische Gedanken bereits verblasst und ich konnte mich besser auf den Film einlassen.
    Und was war ich überrascht: Der Film zeigt Walt Disney als jovialen aber gerissenen Geschäftsmann, der es mit schließlich mit ordentlichem Drücken auf die Tränendrüse schafft, der Autorin P. L. Travers die Rechte an ihrer Figur abzuluchsen und das Ganze auch noch mit einem zweifelhaften Unterhaltungsbedürfnis begründet! Diese Lesart lässt der Film tatsächlich zu! Allen Kritikern, die von diesem Film in ähnlicher Weise, wie es Walt im Film Mrs. Travers vorwirft, "enttäuscht werden wollen", nimmt er damit das Wasser von den Mühlen. Gleichzeitig - und darin liegt eine seiner vielen Stärken - bietet er aber dennoch auch die Interpretation an, in der Travers den Film von sich aus absegnet, weil sie erkennt, was er Walt bedeutet (man google schnell mal ein Bild von Walts Vater Elias um herauszufinden, warum Mr. Banks nach Walts Vorstellung unbedingt einen Schnauzbart haben musste). Wie es letzten Endes "wirklich" war, lässt sich heute, 50 Jahre später, natürlich nur sehr schwer rekonstruieren. In den letzten Stunden habe ich in ausführlicher Internet-Recherche teilweise widersprüchliche Angaben gefunden (und einmal mehr gelernt, warum man Wikipedia nicht zu sehr vertrauen sollte). Sicher ist, dass Mrs. Travers 1961 tatsächlich zwei Wochen in Los Angeles verbracht hat und die Arbeit mit dem Drehbuchautoren Don DaGradi und den Sherman-Brüdern für keinen der Beteiligten besonders angenehm gewesen ist. Sogar die lächerliche Forderung, dass die Farbe Rot im Film nicht vorkommen dürfe, ist durch die Erinnerung von Robert B. Sherman belegt. Überhaupt hat man bei diesem Film sehr viel Wert auf Authenzität gelegt: Sämtliche heute noch vorhandenen Schauplätze wurden auf den Stand von 1961 "zurückdekoriert", eine Tricksequenz mit Naseweis neu animiert, Walts Verhalten und seine persönliche Art genau recherchiert und sogar Disneyland einen Vormittag für die Filmarbeiten gesperrt. Viele Zeitgenossen haben dies anerkennend hervorgehoben. Allerdings hatte sich Walt selbst während Travers Anwesenheit in den Urlaub verabschiedet - vermutlich nicht ganz zufällig. Die Konversation der beiden dürfte sich daher auf ein Minimum beschränkt haben. Dem Film geht es jedoch im Wesentlichen darum, Mrs. Travers Bedenken über den Verkauf der Rechte an "ihrer" Figur zu beleuchten. So wird in ständigen Rückblicken ihre schwere Kindheit in Australien beleuchtet. Obwohl der Film dadurch bemüht ist, Verständnis für diese komplexe Frau hervorzurufen, ist fraglich, ob sie selbst damit einverstanden gewesen wäre. Diese öffentliche Exposition ihrer Gefühlswelt hätte sie vermutlich noch stärker vor den Kopf gestoßen, als das pointierte Zelebrieren ihrer anstrengenden Manierismen. Genau dadurch verkommt sie im Film jedoch nicht zur Zicke, die einfach nur umgestimmt werden muss, sondern wird in ihrer Vielschichtigkeit ernst genommen. Ein zusätzliches Eingehen auf ihre privaten Lebensverhältnisse, wie in diesem Artikel gefordert, wäre da vollkommen unnötig gewesen.
    In dieser Reflexion über die Beziehung eines Autors zu seinen Figuren und der resultierenden Spannung zu anderen, notwendigerweise entstehenden, Interpretationen der Leser/Konsumenten; sowie über die Sehnsucht nach "glücklichen Geschichten" im Angesicht eines erbarmungslosen Lebens, liegt jedoch in meinen Augen die eigentliche Größe des Films. Umso erstaunlicher, das solch ein Film gerade von dem Filmstudio kommt, das als "Urmutter" aller "Verfälschung" und "Hollywood-Weichspülerei" gilt. Mit diesem Film schlachtet Disney gerade nicht erneut eine verlässliche Geldquelle aus, sondern gibt sich ungewohnt selbstkritisch in Bezug auf seine eigenen Geschäftspraktiken. Ob man die Antworten ("Der Film macht die Figuren doch erst berühmt und lässt viele Menschen an ihnen teilhaben"; "Happy Ends als Hoffnungsbringer") teilt, ist eine andere Sache. Aber zumindest ist man sich des Dilemmas, das sich bei der filmischen Interpretation von Literaturwerken auftut, bewusst. Schade nur, dass der Film von einem britisch-australischen Produzententeam an Disney "herangetragen" werden musste und nicht dort selbst erdacht wurde. Aber das ist bei den besseren Disney-Produktionen der Vergangenheit ja nichts ungewöhnliches ("Die Muppets", "DuckTales Remastered").
    Mir persönlich jedenfalls hat "Saving Mr. Banks" den Sinn der "Mary-Poppins"-Geschichte verdeutlicht, der im Originalfilm in der Tat zu kurz kommt. Wenigstens dafür müsste Travers dakbar sein. Bleibt nur noch die Frage, ob sie den Film von 1964 nun mochte oder nicht. Einige Kritiker verwiesen auf zahlreiche ablehnende Bemerkungen, die sie schon bei der Premiere äußerte und bezeichneten daher die Darstellung ihrer Reaktion in "Saving Mr. Banks" als verfälschend. Andererseits bemerkte ihr Autorenkollege Brian Sibley, dass sie mit der Zeit ihren Frieden mit dem Film schloß und daher sogar an manchen Dingen Gefallen finden konnte. Ich denke, hier muss man unterscheiden zwischen dem Film selbst, den sie als eigentständiges Werk zu akzeptieren lernte und der Art und Weise wie damals mit ihr umgegangen wurde: Auch wenn es laut Drehbuchautorin Kelly Marcel vermutlich nur ein Telefongespräch und keine persönliche Begegnung in London war, bei der Travers ihr OK zum dem Film gab, hat sie es ja letzten Endes mit Sicherheit gegeben, denn sonst hätte er aufgrund ihrer vertraglich zugesicherten "Skriptabsegnung" ja gar nicht gedreht werden können. Allerdings gab sie damit ihre Zustimmung ja nur für das Drehbuch. Die Tatsache, dass die von ihr verhasste Trickfilmsequenz und die energisch abgelehnte Besetzung von Dick Van Dyke als Bert trotzdem umgesetzt wurden, wurde ihr vermutlich vorenthalten (Jim Korkis deutet hier eine mögliche Theorie an [letzter Stichpunkt]). Daher verfügte sie in ihrem Testament auch, dass eine mögliche Bühnenadaption des Stoffes von Niemanden der am Film beteiligt war und überhaupt keinen Amerikaner entwickelt werden dürfe. Das 2004 schließlich doch mit Songs aus dem Film auf die Bühne gebrachte Musical bewegt sich daher in einer Grauzone. Zumindest die Filmrechte liegen aber nach wie vor bei Disney. Und im Zuge des gerade im Maus-Haus grasierenden "Reboot-Wahns", hat man auch in diesem Fall schon eine Neuverfilmung angekündigt. Regisseur Rob Marshall ("Fluch der Karibik 4", "Into the Woods") hat angekündigt, dass dieser Film allerdings 1934 spielen wird, dem Handlungs- und Veröffentlichungsjahr des ersten Romans. Vielleicht kann man dies als Anzeichen dafür werten, dass P. L. Travers posthum doch noch eine Disneyversion von "Mary Poppins" bekommt, mit der sie einverstanden wäre...

  • Was für ein toller Bericht, Andi! Hat mich sehr unterhalten und gleichzeitig auch noch ein bisschen informiert. Beiträge in diesem Stil eignen sich übrigens auch hervorragend für News-Artikel :) (auch den hier kannst du gerne nochmal als News veröffentlichen)

    Also inhaltlich wirklich klasse, aber guck nächstes Mal, dass du ein paar Absätze einbaust. Ansonsten ist das doch ganz schön viel harte Lektüre^^

  • Vielen Dank, das freut mich wirklich! Habe auch gestern ca. 4 Stunden Recherche und noch mal 2,5 Stunden Schreibarbeit investiert. War mir aber auch irgendwie ein Bedürfnis.
    Die Artikeleinladung nehme ich gerne an, allerdings warte ich erstmal auf eine passende Gelegenheit (Free-TV-Premiere z.B.). Vielleicht mach ich eine neue Ausgabe der Disneyfacts draus ;)

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