Eine kleine Geschichte die sich hier letzte Woche ereignet hat.
Gegen 17 Uhr fahr ich auf den Hof eines Kollegen, steige aus meinem Auto aus und wundere mich über den komischen, aber bekannten, Geruch. Hier Stimmt was nicht. Als ich mich umschaute sah ich auf dem Balkon Rauch aufsteigen und mittlerweile lag ein beißender Gestank in der Luft.
Was zuvor geschah:
Kurz vor 17 Uhr macht sich der Kollege gerade fertig, da ich ihn abholen wollte. Nur Sekunden Später wird er von einem lauten Knall und dem sofortigen Stromausfall gestört. Er Stürmt nach oben zu Seinem Bruder, der in einem völlig verqualmten Zimmer Steht. Er sieht sofort, das Flammen aus dem PC-Netzteil schlagen und dicker Rauch aufsteigt. Noch während dieser Feststellung wird der PC schwungvoll auf den Balkon befördert. Quasi zeitgleich bin ich Rückwerts durch die Einfahrt gefahren und merkte erst mal nichts.
Nachdem die Flammen abgeklungen und die Wolke verzogen wahr, haben wir den PC zum ab lüften in den Garten gestellt und sind dann erst mal weg gefahren. Als wir etwa 2 Stunden später wieder kamen war der PC ab gelüftet. Darauf fragten wir den Bruder was er gemacht hatte, die Antwort war "Nur eingesteckt und Eingeschaltet und dann knallte es." Also Nahm ich den PC mit zu mir in die Werkstatt zur Fehleranalyse. Erstmal aufgemacht, Netzteil raus, geschaut ob sonnst noch etwas defekt scheint. Auf dem Motherboard sind ein paar Elkos gewölbt, als neues Netzteil rein, angemacht und fährt hoch als ob nichts gewesen wäre. Also nochmal gut gegangen, auch wenn ich dem Rest der Komponenten keine allzu hohen Lebensdauer gebe, aber noch geht er. Als nächstes mal das Netzteil geöffnet, zwar noch von einem Pentium 3, aber eigentlich ausreichen für den Celeron 2,4 GHz.
Das Netzteil sah aus wie wenn darin ein Vogelnest wäre.
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Einer der Elkos hat sein Innenleben im Netzteil und auch im PC verteilt, der andere war kurz davor.
Die Kapazität war ursprünglich 330µF bei 200V, durch umschalten wurde die Spannung auf ca. 315V gebracht. Der gewölbte Elko hat noch eine Restkapazität von ca. 290µF, was bedeutet, dass die Sicherung schnell ausgelöst hat.
Das Fehlerbild lässt nur einen Schluss zu: Spannungswahlschalter am Netzteil umgestellt.
Das war der Effektvollste Abgang eines PCs, auch wenn ich schon andere Sachen erlebt habe.
Beispielsweise:
CPU-Pins Verbogen
Mini CD im Diskettenlaufwerk
CPU Falschrum im Sockel, das geht, mit ausreichend Kraft
CPU beim Umstellen der Spannungs-Jumper gegrillt
Lüsterklemmen im PC
Cola im Notebook
Notebooknetzteil in USB-Buchse gewürgt
Das Hauptproblem ist aber immer noch Windows.
Die Fehler haben sich verändert, aber es sind nicht weniger geworden.
Ich kann durchaus noch mehr solcher Erlebnisse Schreiben.