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      WOO-HOO! ENDLICH IST ER DA!!! Ich sehe das jetzt mal als spätes Weihnachtsgeschenk! :D

      Andi schrieb:

      Zum Fantasy-Genre fällt mir noch ein, dass ich es als Jugendlicher nicht mochte, weil das Mittelalter nicht mein Ding war. Das hat sich witzigerweiße ein bisschen verändert, nachdem ich vor zwei Jahren mal die "Gummibärenbande" komplett durchgeschaut habe (was übrigens noch weitere interessante Folgen hatte, aber das würde jetzt zu weit führen) und dann festgestellt habe, dass auch Ritter und Burgen, die ich früher verabscheut habe, ganz interessant sein können.


      Also hast du als Kind nie Ritter gespielt? Ich war regelrecht fasziniert von Mittelalter und Rittertum als Kind. Ich habe alles über das Thema verschlungen, was ich finden konnte: Sachbücher, Legenden, Filme, Dokus, einfach alles. Im Quartier haben wir sogar eine Zeit lang sehr gerne Ritter gespielt. Meine Mutter hat mich an Heilig Abend daran erinnert, wie gerne die Nachbarskinder, meine Schwester und ich auf die Ruine (mein Vater meint, sie sei ein Rest von einem abgerissenen Hotel, sah aber ziemlich nach "verwunschener Burg" aus.) neben unserem Wohnblock geklettert sind. Was sie nicht verstand, war dass diese Ruine das Zentrum unseres "Ritterepos" war und somit alles wichtige in unserem Spiel auf dieser Ruine stattfinden musste. "Dort, wo der nobelste aller Ritter von seinem Freund dem König verraten wurde," haben wir den Ort getauft. 8P Du kannst dir also vorstellen, dass so etwas nicht einfach weggeht. Wobei man als Jugendliche eher komisch angeschaut wird, wenn man das Heizsystem einer mittelalterlichen Burg erklärt. ^o)

      Andi schrieb:

      Mittlerweile nehme ich es dem Fantasy-Genre regelrecht übel, dass es diese spannende Zeit geradezu besetzt hält und es deswegen wirklich annähernd keine Filme gibt, die diese Epoche "naturalistisch" behandeln - also ohne Götter, Geister, Riesen, Zwerge, Trolle, Orks etc. Am Realistischsten sind hier tatsächlich gerade die Asterix-Comics und Filme! Ein Trauerspiel!


      Das ist in der Tat ein grosses Problem. Ich weiss nicht, wann ich das letzte Mal ein normales Mittelaltersetting in einem Film erlebt habe. (Der letzte war, glaube ich, "Im Namen der Rose") Ich schätze, es ist einfacher eine bereits von Mönchen in einem Kloster niedergeschriebene Legende zu verfilmen anstatt die Wahrheit aus der Geschichte zu filtern. Aber sieh es mal so: Für diese Menschen, die in dieser Zeit lebten, waren Götter, Geister, Riesen, Zwerge, Trolle, Alben, etc. so real wie für dich der Wert deines Papiergelds in deinem Portemonnaie. (Ich weiss, seltsame Metapher, aber ich hoffe, sie macht trotzdem Sinn. :] )

      Grundsätzlich bin ich aber der Meinung, dass mehr Historienfilme immer eine gute Sache sind. Vorausgesetzt es ist nicht "Braveheart". Wobei ich hoffe, dass sie Elizabeth I. und Jeanne D'Arc Jungfrauen sein lassen. Warum sind Leute so fixiert auf das?!

      Andi schrieb:

      Ich finde es übrigens wirklich sympathisch, dass du "Her" kennst! "Ritter der Kokosnuss" würde ich ehrlich gesagt noch nicht unbedingt als Zeichen eines elaborierten Filmgeschmacks werten, aber "Her" auf jeden Fall! Der Film ist wirklich toll! (Außer Joaquin Phoenix' ekelhaftem Schnauzer!)


      Ich gebe dir Recht. "Her" ist ein wirklich guter Film. Aber trotzdem muss ich doch "Ritter der Kokosnuss" loben, denn eine gute Parodie zu machen, ist saumässig schwer. :D

      TheLuckyRabbit schrieb:

      WOO-HOO! ENDLICH IST ER DA!!! Ich sehe das jetzt mal als spätes Weihnachtsgeschenk! :D

      Oha, dass ich dir so eine große Freude damit mache...

      Also hast du als Kind nie Ritter gespielt?

      Nö. Um ehrlich zu sein kann ich mich gar nicht daran erinnern, überhaupt irgendwelche Rollenspiele als Kind gespielt zu haben, außer wenn mich meine Großcousine dazu nötigte Vater-Mutter-Kind zu spielen^^

      Das ist in der Tat ein grosses Problem. Ich weiss nicht, wann ich das letzte Mal ein normales Mittelaltersetting in einem Film erlebt habe. (Der letzte war, glaube ich, "Im Namen der Rose")

      Sie verstehen mich miss, Miss! :D Es gibt durchaus "realistische" Mittelalterbücher/-filme. Ich bezog mich aber auf die Zeit vor der Urbanisierung, als die (noch nicht von Rom eroberten) Stämme noch in Hütten als Jäger und Sammler lebten und noch keinen Handel trieben. Die Zeit der Germanen und Kelten. Das war noch vor dem "klassischen" Mittelalter, eher so um die Zeitenwende (auch wenn man bei dem Begriff gleich wieder Bilder der antiken Stadt Rom im Kopf hat). "Asterix" behandelt ja witzigerweise gerade diesen Gegensatz der gleichzeitigen Existenz von modernem Städte- und Staatswesen (Rom) und den "unzivilisierten" Barbaren. Über Rom und die griechische Antike gibt es zuhauf Bücher und Filme, aber über Germanen und Kelten leider nicht. Oder wenn, dann halt eben nur im Fantasy-Gerne - also "elbenverseucht" ;)

      Hängt vielleicht damit zusammen, dass der letzte große "Germanen-Hype" im 19. Jahrhundert stattfand, wo es noch keine Filme gab und dass er dann auch mit dem Nationalsozialismus verbunden wurde. Daher kann ich nachvollziehen, wenn diese Zeit erstmal eine Sperrfrist hat. Zumindest das keltische Erbe wird ja heute in anderen Ländern durchaus hochgehalten. Allerdings vor allem in der Musik, habe ich den Eindruck, für Filme reicht's leider nicht.
      Ich feiere zum Beispiel das Lied "Touch the Sky" aus "Merida" total. Hab mir mittlerweile auch die ersten beiden Alben von Sängerin Julie Fowlis mehrfach angehört. Sehr schöne Musik! Dabei hab ich mich früher nie für Folk interessiert.

      In "Merida" kommt zwar auch schon eine Burg vor, aber der Film wirkt ansonsten noch sehr vormittelalterlich. Dieses Setting hat mir wunderbar gefallen, eben bis auf das ganze Geister-Gedöns. Mit "Moana" hatte ich im Prinzip genau dasselbe Problem: Die polynesische Kultur finde ich sehr faszinierend, hätte mir aber gewünscht, alles Metaphysische eher in die Fantasie der Figuren und Zuschauer zu verbannen, anstatt es so unmittelbar "in your face" und damit quasi "real" darzustellen.

      Te Vaka, die Gruppe die für die einheimischen Klänge in "Moana" verantwortlich ist, steht übrigens auf meiner "Noch-zu-hören"-Liste. Bereits regelmäßig hören tu ich übrigens noch Kraja, die machen "indigen" schwedische Musik, der Soweto Gospel Choir, die original südafrikanische Musik - ähnlich wie im "König der Löwen" machen und eben Julie Fowlis. Kürzlich habe ich sogar eine CD von Leuten entdeckt, die versucht haben richtige, germanische Musik zu rekonstruieren.

      ...und je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr frage ich mich, ob meine Faszination für diese "Naturvölker" und ihre "vorzivilisatorische" Kultur wohl etwas mit meiner grundsätzlichen Abneigung gegenüber Großstädten und meiner Bevorzugung von Landschaften und ländlichen Regionen zu tun haben. Als Kind war es für mich ein Gräuel mit meinen Eltern im Urlaub und an Sonntagen immer in irgendwelche Städte zu fahren und dabei Kirche nach Kirche zu besichtigen. In meinen eigenen Urlauben habe ich hingegen bewusst die Landschaften genossen. Mit Gebäuden kann ich einfach nichts anfangen! Was nicht heißen soll, dass ich nicht (zu) viel Zeit in Gebäuden verbringe. Als Kind habe ich es sogar gehasst, draußen spielen zu müssen, weil alle interessanten Dinge (Comics, Fernsehen, Bücher) ja drinnen waren. Aber vielleicht sind naturbelassene Landschaften ja gerade deswegen mein Sehnsuchtsort. Man sehnt sich ja immer gerade nach dem, was einem fehlt. Ein Förster oder jemand anderes, der viel Zeit draußen verbringt, sehnt sich daher vielleicht eher nach der Großstadt.

      Boah, voll der Seelen-Striptease hier :P

      Ich schätze, es ist einfacher eine bereits von Mönchen in einem Kloster niedergeschriebene Legende zu verfilmen anstatt die Wahrheit aus der Geschichte zu filtern.

      Hä? Mönche schrieben vielleicht über Heilige und Dämonen, aber bestimmt nicht über Zwergen und Trolle. Derartiges "Heidentum" den Leute auszutreiben, war doch manchen von ihnen einziger Lebensinhalt. Zeitgenössische Schriften, mit solchem Inhalt gibt es doch kaum. Die heute existenten Geschichten stammen doch zumeist aus dem 19. und 20. Jahrhundert.

      Aber sieh es mal so: Für diese Menschen, die in dieser Zeit lebten, waren Götter, Geister, Riesen, Zwerge, Trolle, Alben, etc. so real wie für dich der Wert deines Papiergelds in deinem Portemonnaie.

      Kein schlechtes Argument, aber indem diese Wesen in Filmen audiovisuell dargestellt werden, sind sie dann darin doch etwas "realer" als für die Leute damals, wo sie nur in deren Gedanken existierten. Unter einem "naturalistischem" Film über diese Zeit würde ich nicht verstehen, dass die Leute nicht ständig von solchen Wesen reden, sondern, dass auf der Leinwand nicht mehr bildlich dargestellt wird, als die Leute damals auch gesehen haben.

      Grundsätzlich bin ich aber der Meinung, dass mehr Historienfilme immer eine gute Sache sind. Vorausgesetzt es ist nicht "Braveheart". Wobei ich hoffe, dass sie Elizabeth I. und Jeanne D'Arc Jungfrauen sein lassen. Warum sind Leute so fixiert auf das?!

      Wie meinst du das?

      Ich gebe dir Recht. "Her" ist ein wirklich guter Film. Aber trotzdem muss ich doch "Ritter der Kokosnuss" loben, denn eine gute Parodie zu machen, ist saumässig schwer. :D

      Das stimmt allerdings, die Macher dieser "Irgendwas Movie"-Filme beweisen ja regelmäßig, wie man daran scheitern kann :D

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Andi“ ()

      Andi schrieb:

      Ich bezog mich aber auf die Zeit vor der Urbanisierung, als die (noch nicht von Rom eroberten) Stämme noch in Hütten als Jäger und Sammler lebten und noch keinen Handel trieben. Die Zeit der Germanen und Kelten. Das war noch vor dem "klassischen" Mittelalter, eher so um die Zeitenwende (auch wenn man bei dem Begriff gleich wieder Bilder der antiken Stadt Rom im Kopf hat). "Asterix" behandelt ja witzigerweise gerade diesen Gegensatz der gleichzeitigen Existenz von modernem Städte- und Staatswesen (Rom) und den "unzivilisierten" Barbaren. Über Rom und die griechische Antike gibt es zuhauf Bücher und Filme, aber über Germanen und Kelten leider nicht. Oder wenn, dann halt eben nur im Fantasy-Gerne - also "elbenverseucht"


      Ach so! Du meinst die Zeit bevor Julius ("Das Diktator SchweinTM" :D ) Rom grösser und Europa langweiliger gemacht hat. Du hast vom Mittelalter angefangen, also dachte ich einfach diplomatisch schweizerisch: "Ich weise ihn jetzt nicht darauf hin, dass Asterix im Römischen Zeitalter stattfindet." ^o)

      Gut, da haben wir jetzt noch ein Problem: Unsere einzigen Quellen der sogenannten "Barbaren" kommen von den römischen Historikern, da Kelten, Germanen und Urslawen keine Schrift hatten. Aber römische Historiker wie Tacticus waren eigentlich nur da um des Römers Ego zu streicheln, also werden die Naturvölker verteufelt und jegliche lobenswerte Werke und Taten ausgelassen. Wenn unsere Quellen von Aussenseitern kommen, die sich nicht die Mühe machten, Sitten und Bräuche zu verstehen, können wir dann sagen, dass wir dieses Volk gut genug verstehen, um eine Geschichte darüber zu machen?

      Ich freue mich ja wahnsinnig auf die BBC/Sky Serie "Britannia", die am 18. Januar startet. Römer kommen dort zwar auch vor, aber es geht primär um die Kelten.

      Andi schrieb:

      Te Vaka, die Gruppe die für die einheimischen Klänge in "Moana" verantwortlich ist, steht übrigens auf meiner "Noch-zu-hören"-Liste. Bereits regelmäßig hören tu ich übrigens noch Kraja, die machen "indigen" schwedische Musik, der Soweto Gospel Choir, die original südafrikanische Musik - ähnlich wie im "König der Löwen" machen und eben Julie Fowlis. Kürzlich habe ich sogar eine CD von Leuten entdeckt, die versucht haben richtige, germanische Musik zu rekonstruieren.


      Te Vaka sind wirklich gut! Wenn ich dir noch eine Band in dieser Richtung empfehlen kann, dann "Wardruna", die machen "Nordic Ritual Folk". (Ja, anscheinend ist das jetzt eine Musikrichtung :D ) Ich kenne sie aus der TV Serie Vikings zu der sie die Musik beigesteuert haben, aber auch ihre sonstigen Lieder sind sehr schön. Ansonsten kann ich dir die Bulgarischen Frauenchöre empfehlen, die zum Beispiel in der Transformationsmusik in Bärenbrüder mitgesungen haben, was den Damen aber überhaupt nicht gerecht wird.

      Andi schrieb:

      In "Merida" kommt zwar auch schon eine Burg vor, aber der Film wirkt ansonsten noch sehr vormittelalterlich. Dieses Setting hat mir wunderbar gefallen, eben bis auf das ganze Geister-Gedöns. Mit "Moana" hatte ich im Prinzip genau dasselbe Problem: Die polynesische Kultur finde ich sehr faszinierend, hätte mir aber gewünscht, alles Metaphysische eher in die Fantasie der Figuren und Zuschauer zu verbannen, anstatt es so unmittelbar "in your face" und damit quasi "real" darzustellen.


      Dann wären wir aber wieder beim Thema, was wäre dann die Geschichte so eines Films? Was passiert mit Moana, wenn sie Maui nie findet?

      Andi schrieb:

      Hä? Mönche schrieben vielleicht über Heilige und Dämonen, aber bestimmt nicht über Zwergen und Trolle. Derartiges "Heidentum" den Leute auszutreiben, war doch manchen von ihnen einziger Lebensinhalt. Zeitgenössische Schriften, mit solchem Inhalt gibt es doch kaum. Die heute existenten Geschichten stammen doch zumeist aus dem 19. und 20. Jahrhundert.


      Nein, das ist ein häufiger Irrtum. Mönche schrieben nicht nur über Heilige und Dämonen. Manchmal schrieben sie auch über Botanik, frühe Wissenschaften oder vergangene Herrscher, deren Taten sie dann unfassbar ausschmückten, oder aber sie schrieben örtliche Legenden nieder und christianisierten sie, wo nötig. Zum Beispiel in Irland.

      Andi schrieb:

      Unter einem "naturalistischem" Film über diese Zeit würde ich nicht verstehen, dass die Leute nicht ständig von solchen Wesen reden, sondern, dass auf der Leinwand nicht mehr bildlich dargestellt wird, als die Leute damals auch gesehen haben.


      Das erinnert an den Film "Excalibur". Es wird etabliert, dass es Magie in gibt, aber man "sieht" sie nicht, und auch ein Drache wird mehrmals von Merlin erwähnt, der angeblich überall und nirgends ist und für den Nebel verantwortlich ist, jedoch nie effektiv auftaucht.

      Andi schrieb:

      Wie meinst du das?


      Alle Filme über Königin Elizabeth I. von England und Jeanne D'Arc gehen darum ihre "verdeckten Liebschaften" aufzudecken. Obwohl beide berühmt dafür waren Jungfrauen zu sein. Aber sobald ein Film rauskommt, sind Drehbuchautoren so: "Ach, komm sie muss doch von jemandem gevögelt worden sein! Das geht doch sonst nicht."

      TheLuckyRabbit schrieb:

      ("Das Diktator SchweinTM" :D )

      Woher ist das?

      Du hast vom Mittelalter angefangen, also dachte ich einfach diplomatisch schweizerisch: "Ich weise ihn jetzt nicht darauf hin, dass Asterix im Römischen Zeitalter stattfindet." ^o)

      Ja, aber ich habe dann geschrieben, dass ich mich auf eine noch frühere Zeit beziehe. Genau lesen, Frollein! ;)

      Und zum Thema schweizer Diplomatie:

      :D

      Gut, da haben wir jetzt noch ein Problem: Unsere einzigen Quellen der sogenannten "Barbaren" kommen von den römischen Historikern, da Kelten, Germanen und Urslawen keine Schrift hatten. Aber römische Historiker wie Tacticus waren eigentlich nur da um des Römers Ego zu streicheln, also werden die Naturvölker verteufelt und jegliche lobenswerte Werke und Taten ausgelassen. Wenn unsere Quellen von Aussenseitern kommen, die sich nicht die Mühe machten, Sitten und Bräuche zu verstehen, können wir dann sagen, dass wir dieses Volk gut genug verstehen, um eine Geschichte darüber zu machen?

      Ich freue mich ja wahnsinnig auf die BBC/Sky Serie "Britannia", die am 18. Januar startet. Römer kommen dort zwar auch vor, aber es geht primär um die Kelten.

      Damit hast du deine Frage ja selbst beantwortet. Solange wir einigermaßen wissen, wie die Leute damals gelebt und ausgesehen haben, können wir einen Film drüber machen. Geschichten sind doch dann zweitrangig. Zur Not kann man sich immer irgendeinen hanebüchenen Plot aus den Fingern saugen (wie in den Filmen "Die Wikinger" oder "Gladiator").

      Te Vaka sind wirklich gut! Wenn ich dir noch eine Band in dieser Richtung empfehlen kann, dann "Wardruna", die machen "Nordic Ritual Folk". (Ja, anscheinend ist das jetzt eine Musikrichtung :D ) Ich kenne sie aus der TV Serie Vikings zu der sie die Musik beigesteuert haben, aber auch ihre sonstigen Lieder sind sehr schön. Ansonsten kann ich dir die Bulgarischen Frauenchöre empfehlen, die zum Beispiel in der Transformationsmusik in Bärenbrüder mitgesungen haben, was den Damen aber überhaupt nicht gerecht wird.

      OK, dann schicke ich noch Waipuna hinterher. Auf die bin ich gestoßen, als ich mich inspiriert von "Lilo & Stich" mit hawaiianischer Musik beschäftigt habe.

      Dann wären wir aber wieder beim Thema, was wäre dann die Geschichte so eines Films? Was passiert mit Moana, wenn sie Maui nie findet?

      Ach, wie gesagt, Drehbuchschreiber sind kreativ, die finden immer irgendwas. Und man hätte ja nicht auf Maui verzichten müssen; es hätte ja schon gereicht, wenn er bloß denkt, er wäre ein Halbgott, aber am Ende des Films lernt, dass er auch ganz ohne übernatürliche Fähigkeiten ein ganz toller Kerl ist.

      Nein, das ist ein häufiger Irrtum. Mönche schrieben nicht nur über Heilige und Dämonen. Manchmal schrieben sie auch über Botanik, frühe Wissenschaften oder vergangene Herrscher, deren Taten sie dann unfassbar ausschmückten, oder aber sie schrieben örtliche Legenden nieder und christianisierten sie, wo nötig. Zum Beispiel in Irland.

      Ehrlich? Irische Mönche schrieben über Leprechauns und Co.? Und zwar nicht nur in Form von Verbotslisten? Beispiele!

      Das erinnert an den Film "Excalibur". Es wird etabliert, dass es Magie in gibt, aber man "sieht" sie nicht, und auch ein Drache wird mehrmals von Merlin erwähnt, der angeblich überall und nirgends ist und für den Nebel verantwortlich ist, jedoch nie effektiv auftaucht.

      Das klingt gut!

      Alle Filme über Königin Elizabeth I. von England und Jeanne D'Arc gehen darum ihre "verdeckten Liebschaften" aufzudecken. Obwohl beide berühmt dafür waren Jungfrauen zu sein. Aber sobald ein Film rauskommt, sind Drehbuchautoren so: "Ach, komm sie muss doch von jemandem gevögelt worden sein! Das geht doch sonst nicht."

      Kenne das Problem, ging mir bei "Königin der Wüste", einem Film über Getrude Bell, ähnlich. Liegt vielleicht daran, dass die Drehbuchautoren Männer waren, die nicht nachvollziehen können, dass die meisten Frauen kein Bedürfnis nach Sex haben.

      Andi schrieb:

      Woher ist das?


      Nirgends, nach meinem wissen nach. Ich nenne Julius nur gern so, weil er für mich das Original Diktator Schwein darstellt. Ich mag ihn nicht sonderlich. Na ja, ich mag die wenigsten römischen Kaiser. :D

      Andi schrieb:

      Ja, aber ich habe dann geschrieben, dass ich mich auf eine noch frühere Zeit beziehe. Genau lesen, Frollein!


      Tut mir leid... :$

      Andi schrieb:

      Und zum Thema schweizer Diplomatie:


      Ah, der berühmte Satz, für den sich Orson Welles bei vielen Schweizern und Deutschen entschuldigen musste. Du, als Deutscher müsstest es doch eigentlich wissen. Die Kuckucksuhr kommt aus dem Schwarzwald. Nicht aus der Schweiz. (Aber eigentlich schon lustig: Uns vorzuwerfen keine Künstler zu sein ist okay, aber zu behaupten, wir hätten die Kuckucksuhr erfunden, das geht gar nicht. ^o) )

      Andi schrieb:

      Ehrlich? Irische Mönche schrieben über Leprechauns und Co.? Und zwar nicht nur in Form von Verbotslisten? Beispiele!


      Beispiele sind die Bücher "Lebor na hUidre", welches im Kloster Clonmacnoise entstand oder aber das "Book of Leinster", das im Kloster Terryglass entstand, oder das "Book of Ballymote", das in der gleichnamigen Pfarrei verfasst wurde. Man muss dazu aber sagen, dass diese Werke nicht frei sind von christlicher Zensur.

      Andi schrieb:

      Das klingt gut!


      Freu dich nicht zu früh! "Excalibur" ist ein Werk seiner Zeit (1981) und ist unglaublich schlecht gealtert! :D Aber ein paar Szenenbilder sind einfach grossartig zum Einrahmen und an die Wand hängen und Nicol Williamson als Merlin! Er ist so herrlich theatralisch! Ich liebe ihn! ^o)

      Andi schrieb:

      Liegt vielleicht daran, dass die Drehbuchautoren Männer waren, die nicht nachvollziehen können, dass die meisten Frauen kein Bedürfnis nach Sex haben.


      Ist das denn bei Männern anders???? =O

      TheLuckyRabbit schrieb:


      Nirgends, nach meinem wissen nach. Ich nenne Julius nur gern so, weil er für mich das Original Diktator Schwein darstellt. Ich mag ihn nicht sonderlich. Na ja, ich mag die wenigsten römischen Kaiser. :D

      Puh, ich könnte nicht von mir behaupten, noch andere mehr als nur vom Namen zu kennen. Dass du so salopp über ihn redest erinnert mich auch an irgeneneinen Asterix-Band, in dem seine Legionen ihn stramm mit "Ave Cäsar" grüßen, während sich die Gallier mit einem kumpelhaften "Hallo alter Julius" begnügen :D

      Ah, der berühmte Satz, für den sich Orson Welles bei vielen Schweizern und Deutschen entschuldigen musste. Du, als Deutscher müsstest es doch eigentlich wissen. Die Kuckucksuhr kommt aus dem Schwarzwald. Nicht aus der Schweiz. (Aber eigentlich schon lustig: Uns vorzuwerfen keine Künstler zu sein ist okay, aber zu behaupten, wir hätten die Kuckucksuhr erfunden, das geht gar nicht. ^o) )

      Nein, wusste ich tatsächlich nicht. Ich weiß, dass alles Gute aus Hessen kommt, da brauch ich doch nicht wissen woher das Unsinnige jetzt genau kommt :D
      Kennst du den Film eigentlich? Hammer Film! Allein das Zitat ist genial.

      Beispiele sind die Bücher "Lebor na hUidre", welches im Kloster Clonmacnoise entstand oder aber das "Book of Leinster", das im Kloster Terryglass entstand, oder das "Book of Ballymote", das in der gleichnamigen Pfarrei verfasst wurde. Man muss dazu aber sagen, dass diese Werke nicht frei sind von christlicher Zensur.

      Reschpekt, du hast ja wirklich Ahnung davon!

      Ist das denn bei Männern anders???? =O

      OK, du hast es geschafft: Ich hab zuerst nicht gerafft, dass du das ironisch gemeint hast.

      Andi schrieb:

      Dass du so salopp über ihn redest erinnert mich auch an irgeneneinen Asterix-Band, in dem seine Legionen ihn stramm mit "Ave Cäsar" grüßen, während sich die Gallier mit einem kumpelhaften "Hallo alter Julius" begnügen


      Ja, ich kann mich auch an so eine Szene erinnern. :D Aber ich glaube, es gibt keinen Asterix-Band in dem er verdroschen wird, nur seine Fusssoldaten, oder?

      Andi schrieb:

      Nein, wusste ich tatsächlich nicht. Ich weiß, dass alles Gute aus Hessen kommt


      Was kommt denn aus Hessen?

      Andi schrieb:

      Kennst du den Film eigentlich? Hammer Film! Allein das Zitat ist genial.


      The Third Man? Klar kenne ich den! Jedoch muss ich sagen, dass mir, wenn es um Orson Welles geht, "F for Fake" und "Chimes at Midnight" besser gefallen. Aber um fair zu sein: Orson Welles könnte mir aus dem Telefonbuch vorlesen und es wäre super. :]

      Andi schrieb:

      Reschpekt, du hast ja wirklich Ahnung davon!


      Oh Gott, ich höre mich wahrscheinlich an wie ein 90-jähriger Geschichtsprofessor. :D

      Andi schrieb:

      OK, du hast es geschafft: Ich hab zuerst nicht gerafft, dass du das ironisch gemeint hast.


      ^o)

      TheLuckyRabbit schrieb:


      Ja, ich kann mich auch an so eine Szene erinnern. :D Aber ich glaube, es gibt keinen Asterix-Band in dem er verdroschen wird, nur seine Fusssoldaten, oder?

      Keine Ahnung, hab noch lang nicht alle durch. Da es ja nur so wenige sind, will ich mir die ein bisschen auf's Leben aufteilen... Klingt irgendwie komisch, iss aber ernst gemeint *-)

      Andi schrieb:

      Nein, wusste ich tatsächlich nicht. Ich weiß, dass alles Gute aus Hessen kommt

      Was kommt denn aus Hessen?

      Nun, ich natürlich! :D Und für den extrem unwahrscheinlichen Fall, dass dir das noch nicht reichen sollte, auch noch die Brüder Grimm, Goethe, Hans Zimmer und der kopflose Reiter aus "Sleepy Hollow" :D Außerdem kommen aus Hessen sämtliche medizinischen Geräte und Pharmazeutika, die Opel-Autos und aus der berühmten Frankfurter Börse das ganze Geld, was eure schweizer Banken so reich macht :D Dazu zählen kann man auch noch das Telefon, den Computer und das Sprudelwasser, die alle von Hessen erfunden wurden. Ja, es hat schon seinen Grund, dass der King gerade nach Hessen kam, für das eine Mal, als er Nordamerika verließ :D

      The Third Man? Klar kenne ich den! Jedoch muss ich sagen, dass mir, wenn es um Orson Welles geht, "F for Fake" und "Chimes at Midnight" besser gefallen.

      Bäm! Und wieder mal hast du mich platt gemacht. Du bist echt eine krasse Kontrahentin.

      Oh Gott, ich höre mich wahrscheinlich an wie ein 90-jähriger Geschichtsprofessor. :D

      Nein, eher wie ein Nerd :D

      Andi schrieb:

      Nun, ich natürlich!


      Na ja, über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten... ;)

      Andi schrieb:

      Und für den extrem unwahrscheinlichen Fall, dass dir das noch nicht reichen sollte, auch noch die Brüder Grimm, Goethe, Hans Zimmer und der kopflose Reiter aus "Sleepy Hollow"


      Grimm und Goethe? Ach, deshalb bist du Mitglied der deutschen Sprachpuristen! :D Auf Hans Zimmer wäre ich auch stolz und irgendwie auch auf den kopflosen Reiter.

      Wir Luzerner haben keine weltbewegenden Berühmtheiten...

      Andi schrieb:

      Außerdem kommen aus Hessen sämtliche medizinischen Geräte und Pharmazeutika, die Opel-Autos und aus der berühmten Frankfurter Börse das ganze Geld, was eure schweizer Banken so reich macht


      Ach, und ich dachte immer, unser Reichtum käme von dem Nazi-Gold, dass wir nie zurückgegeben haben... Aber "Psst!" :X

      Andi schrieb:

      Bäm! Und wieder mal hast du mich platt gemacht. Du bist echt eine krasse Kontrahentin.


      Das nehme ich mal als Kompliment und gebe es gern zurück. :D

      Andi schrieb:

      Nein, eher wie ein Nerd


      Hast du noch nicht gehört? Nerds sind cool! B)
      Uhum, ich gehe mal auf das ursprüngliche Thema zurück. Lasst euch aber nicht von mir stören bei eurer spannenden Debatte XD

      Also bei Büchern finde ich Fantasy und viktorianische Krimis gut und ich lese auch gerne Geistergeschichten, allerdings nur welche die vor 1950 rum geschrieben wurden, tendenziell vor 1900. Die späteren sind entweder langweilig, fantasielos oder zu eklig und brutal. Steampunk fand ich eine Zeit lang sehr spannend als Genre, allerdings hat mich bisher keins der Bücher aus dem Bereich wirklich begeistert... tja.
      Fantasy ist auch so eine Sache. Ich mag am liebsten High-Fantasy, allerdings nichts, was über drei Teile hinausgeht, weil ich das nicht lese. Den ersten Eragorn habe ich verschlungen. Dann kamen immer mehr und mehr raus, was zur Folge hatte, dass ich allein dadurch schon die Lust verlor den zweiten zu lesen. Ich bin seltsam, ich weiß! XD Aber nach 3 Büchern ist das Thema für mich meist durch und die meisten Bücher verlieren an Substanz oder gehen wie Serien zum Extremen über.

      Bei Filmen interessiert mit Fantasy auch, allerdings gibt es nur wenig wirklich gute Filme in dem Genre, deshalb bin ich da vorsichtig. Ich bin auch extrem skeptisch, was die neu geplante Serie zu Herr der Ringe von Amazon betrifft. Bisher haben die meiner Meinung nach nicht wirklich gutes zustande gebracht... Shanara konnte ich einfach nicht ernst nehmen. Bin aber auch kein Serien Mensch.

      Vampire und Gezeugs interessieren mich eigentlich auch, aber eher in der Fantasy Mystik dahinter und weniger, was heutzutage üblich ist mit dem ganzen sexy sein und Romance hier und Romance da bla bla. Romance und Comedy ist generell nicht so meins. Es gibt nur ein paar wenige Filme in den Genres die mir wirklich gefallen. Bei Büchern mag ich sowas nicht. Es darf Teil von einem Roman sein, aber es sollte nicht nur lustig oder romantisch die ganze Zeit sein, sonst krieg ich 'nen Koller!

      Krimis und Thriller gucke ich bei Filmen sehr gerne, allerdings bin ich auch da etwas wählerisch. Ich mag alte Filme sehr, schwarz-weiß Krimis sind finde ich nochmal stimmungsvoller als viele der heutigen.
      Action Filme finde ich einfach unterhaltsam. Leichte Unterhaltung mit Spaß und viel Geballer. Noch ein paar Explosionen und ein paar Bad Ass Sprüche und ich gebe liebend gerne Kinogeld aus!
      Interessanterweise (oder auch nicht? Müsst ihr sagen) gucke ich sehr gerne Historienfilme über die Römer oder zu Zeiten der Römer. Historienbücher interessieren mich hingegen so überhaupt nicht.

      EnnyMay schrieb:

      Uhum, ich gehe mal auf das ursprüngliche Thema zurück. Lasst euch aber nicht von mir stören bei eurer spannenden Debatte XD


      Warum solltest du uns stören? Dieses Thread ist doch offen für alle und ich geniesse es immer mich mit Leuten über ihre Lieblingsgenres zu unterhalten.

      EnnyMay schrieb:

      Also bei Büchern finde ich Fantasy und viktorianische Krimis gut und ich lese auch gerne Geistergeschichten, allerdings nur welche die vor 1950 rum geschrieben wurden, tendenziell vor 1900. Die späteren sind entweder langweilig, fantasielos oder zu eklig und brutal.


      Na ja, du weisst ja schon, dass ich mit Geistergeschichten gross geworden bin. Dementsprechend habe ich als halt auch sehr gerne so Sachen wie Gänsehaut gelesen. Heutzutage ist es allerdings eher abgeflacht, da ich einfach keine guten Geistergeschichten mehr finde. Die letzten gute Geistergeschichte war der Film Crimson Peak. Del Toro hat sich wirklich die Mühe gemacht, die Essenz einer Geistergeschichte zu erforschen, die oftmals nicht der Grusel ist, sondern das Hinterbliebene.

      Beim Fantasy Genre ist es dasselbe, wenig interessante Bücher oder Filme. Was dazu führt, dass ich gar nicht mehr in die Fantasy-Abteilung schauen gehe.

      Was Krimis angeht, viktorianisch oder nicht, bin ich der Meinung, dass sie sind nur so gut wie die Charaktere die in ihnen agieren.

      EnnyMay schrieb:

      Bei Filmen interessiert mit Fantasy auch, allerdings gibt es nur wenig wirklich gute Filme in dem Genre, deshalb bin ich da vorsichtig. Ich bin auch extrem skeptisch, was die neu geplante Serie zu Herr der Ringe von Amazon betrifft.


      Ich weiss nicht, ob ich bei Amazons Herr der Ringe lachen oder weinen soll. Ich habe zwar gehört, dass die Serie eine Vorgeschichte wird, aber... Das kann doch nur schief gehen!

      EnnyMay schrieb:

      Vampire und Gezeugs interessieren mich eigentlich auch, aber eher in der Fantasy Mystik dahinter und weniger, was heutzutage üblich ist mit dem ganzen sexy sein und Romance hier und Romance da bla bla. Romance und Comedy ist generell nicht so meins. Es gibt nur ein paar wenige Filme in den Genres die mir wirklich gefallen. Bei Büchern mag ich sowas nicht. Es darf Teil von einem Roman sein, aber es sollte nicht nur lustig oder romantisch die ganze Zeit sein, sonst krieg ich 'nen Koller!


      Zum Thema Vampir finde ich ganz spannend, wie sich das Bild im Laufe der Jahre verändert hat. Im rumänischen Mythos war er Symbol für Krankheit und Unglück, danach ein Symbol für Angst vor Einwanderung und schlussendlich zu den sexy aber gequälten Teenagern von heute. Ich persönlich mag ja die Vampire von Anne Rice's "Vampir Chroniken" am liebsten. (Von der Reihe mag ich allerdings nur die ersten drei Bücher, später wird es soo komisch!)

      Beim Romance-Genre teile ich deine Meinung. Ich finde, das Genre lässt sich gut mit anderen Genres "paaren", aber wenn es alleine steht ist es meistens irgendwie dumm und fad. Darum werde ich wohl nie die Affinität meiner Mutter für Rosamunde Pilcher verstehen. Mit RomComs habe ich das selbe Problem. (ausser "10 Things I Hate About You" der Film ist super!)

      EnnyMay schrieb:

      Interessanterweise (oder auch nicht? Müsst ihr sagen) gucke ich sehr gerne Historienfilme über die Römer oder zu Zeiten der Römer. Historienbücher interessieren mich hingegen so überhaupt nicht.


      Oha! Hast du Agora schon gesehen? Es handelt vom Leben von Hypatia von Alexandria, einer Philosophin, Astronomin und Mathematikerin, und spielt zur Zeit des Kaisers Konstantin des Grossen. Ich liebe den Film, zumal er von einer Epoche erzählt die meistens in Historienfilmen übergangen wird und von einer sehr interessanten Frau berichtet, über die ich ohne diesen Film gar nichts gewusst hätte.

      TheLuckyRabbit schrieb:

      Del Toro hat sich wirklich die Mühe gemacht, die Essenz einer Geistergeschichte zu erforschen, die oftmals nicht der Grusel ist, sondern das Hinterbliebene.

      Jal, stimmt genau! Deshalb mag ich diese alten Geschichten auch viel lieber. Da geht es oft darum. Die Art des Grusels ist auch ganz anders oder wird durch etwas ganz anderes hervorgerufen, oder von den Charakteren anders wahrgenommen. Gänsehaut hat meine Schwester früher viel gelesen. Ich selbst glaube ich nur so 3 Bände oder so.

      TheLuckyRabbit schrieb:

      Ich persönlich mag ja die Vampire von Anne Rice's "Vampir Chroniken" am liebsten.


      Oh, dann sollte ich mir das vielleicht mal anschauen. Ich finde auch es ist ganz schön krass wie sehr sich das Bild verändert hat.
      Generell ist ja das Genre Dark Fantasy eigentlich gleichzusetzen mit Vampir-Romanen, was ja ursprünglich aber nicht so war, sondern einfach düstere Fantasy. Das gibt es dafür inzwischen fast gar nicht mehr.

      TheLuckyRabbit schrieb:

      (ausser "10 Things I Hate About You" der Film ist super!)

      Wir verstehen uns gut XD Den mag ich auch.

      TheLuckyRabbit schrieb:

      Hast du Agora schon gesehen?

      Ja klar, der ist super! Den gucke ich immer mal wieder. Sehr spannend! Das Thema, ihre Sichtweise auf die Dinge und wie wenig sie sich darum schert ob sie nun Frau oder Mann ist, ist beeindruckend für die damalige Zeit. Generell gegen Vorurteile zu agieren und dann solche Entdeckungen und Überlegungen anzustellen, wirklich toll.

      EnnyMay schrieb:

      Jal, stimmt genau! Deshalb mag ich diese alten Geschichten auch viel lieber. Da geht es oft darum. Die Art des Grusels ist auch ganz anders oder wird durch etwas ganz anderes hervorgerufen, oder von den Charakteren anders wahrgenommen.


      Ich habe die vergangenen zwei Wochen genug Zeit gehabt, über Geistergeschichten und deren Wirkung auf uns nachzudenken. Ich war in Serbien, hatte nur unregelmässig Internet, las Edgar Allan Poe's Gesammelte Werke und andere Werke des Gothic Horror, das Wetter war fast nie klar und wenn doch blies ein unangenehm bissig-kalter Wind, und mein Opa hatte den ersten Jahrestag seines Todes, kurzum: das perfekten Setting für eine gute Geistergeschichte. Das lässt die alte Denkzentrale schon rattern.

      Mit dem Grusel hast du schon recht. Ich habe das Gefühl, dass es damals mehr "Geräusch fixiert" war und sich teilweise tagelang nichts tut bis der Protagonist mal dem Geräusch nachgeht oder jemanden danach fragt. Heutzutage haben Leser gar nicht mehr die Geduld für so etwas.

      EnnyMay schrieb:

      Oh, dann sollte ich mir das vielleicht mal anschauen. Ich finde auch es ist ganz schön krass wie sehr sich das Bild verändert hat.
      Generell ist ja das Genre Dark Fantasy eigentlich gleichzusetzen mit Vampir-Romanen, was ja ursprünglich aber nicht so war, sondern einfach düstere Fantasy. Das gibt es dafür inzwischen fast gar nicht mehr.


      Nun ja, wenn du "Interview mit einem Vampir" kennst, das wäre die Verfilmung des ersten Teils der Reihe. Ich mag den Film, aber bei Tom Cruise scheiden sich ja bekanntlich die Geister. (Was ein merkwürdiges Sprichwort ist, jetzt wo ich so darüber nachdenke... *-) )

      Okay, ich muss zugeben, dass ich unter dem Subgenre Dark Fantasy bisher etwas anderes verstanden habe, was wahrscheinlich daher rührt, dass ich es zum ersten Mal im Zusammenhang mit Dragon Age gehört habe. ^o) Ob Vampire wirklich so oft in Dark Fantasy auftauchen, weiss ich ehrich gesagt nicht. Ich hatte immer den Eindruck, dass sie am häufigsten in Urban Fantasy auftauchen. Aber ich kann mich irren.

      EnnyMay schrieb:

      Wir verstehen uns gut XD Den mag ich auch.


      Kann man dich für Filmabende buchen? ;) :D

      EnnyMay schrieb:

      Ja klar, der ist super! Den gucke ich immer mal wieder. Sehr spannend! Das Thema, ihre Sichtweise auf die Dinge und wie wenig sie sich darum schert ob sie nun Frau oder Mann ist, ist beeindruckend für die damalige Zeit. Generell gegen Vorurteile zu agieren und dann solche Entdeckungen und Überlegungen anzustellen, wirklich toll.


      Endlich mal jemand der den Film auch kennt! Der Film ist leider nahezu unbekannt, zumindest bei mir hier. Unverdient, wie ich finde. Da der Film sehr viel an Bildung, Message, wunderschöner Kameraführung, interessanten Charakteren und einfach nur eine gute und fesselnde Geschichte bietet. Du siehst ich könnte Tag und Nacht über diesen Film schwärmen. Ausserdem ist er für mich der letzte gute Sandal-Movie. :D