Ich wollte mal über mein Leiden Hyperhidrose (Übermässiges Schwitzen) informieren und Fragen ob es anderen auch so geht.
1. Mal was ist Hyperhidrose: Schwitzen hat eine lebenswichtige Funktion für unseren Organismus. Es dient der Regulation der Körpertemperatur und kühlt nicht nur die Haut, sondern auch das Innere des Körpers ab. Ca. 1–2 % der Menschen in Deutschland leiden unter der Krankheit Hyperhidrose, bei der der Körper unabhängig von Wärme oder Kälte, Tages- oder Jahreszeit übermäßig und unkontrollierbar viel Schweiß produziert. Was übermäßigen Schweiß darstellt, ist seitens der Betroffenen vom Leidensausmaß abhängig und damit der subjektiven Einschätzung unterworfen. Für wissenschaftliche Zwecke wird als Hyperhidrose die Produktion von 100 mg Schweiß innerhalb von fünf Minuten in einer Achselhöhle definiert. Örtlich begrenzt tritt die Hyperhidrose hauptsächlich zu 60 % an den Handflächen (Schweißhände) oder Fußsohlen, zu 40 % in den Achselhöhlen, zu 10 % am Kopf (vornehmlich der Stirn) und selten an anderen Körperstellen auf. Mehr dazu auf http://de.wikipedia.org/wiki/Hyperhidrose
2. Wie es bei mir ist: Ich leide unter Hyperhidrose unter den Achseln, bei mir ist es dort meisten nass und ich laufe mit 2 Seen durch die Gegend. Es hat nicht mit Temperatur oder Anstrengung zu tun, es läuft einfach auch wenn ich an der Bushaltestelle bei -5 Grad stehe und friere es lauft wie ein Bach runter.
3. Wie ich mich dabei fühle: Es widert mich selber an (auch wenn dieser Schweiss nicht riecht), es ist peinlich für mich und es mach mich psychisch fertig. Ich gehe auch selten mehr raus da es mich so stört.
4. Was ich dagegen tue: Ich habe viele Deos probiert und keins half mir (auch keine aus der Apotheke), damit man es nicht sieht habe ich im Winter immer einen Pulli über ein altes T-Shirt getragen (die Shirts werden vom Deo und Schweiss versaut) damit es keine sieht. Jetzt im Sommer geht das nicht mehr dann trage ich nur schwarzes da man es dort nicht sieht.
5. Lösungen: Da eine OP nicht in Frage kommt (Risiko, Narben etc.) wird Botox wahrscheinlich das Beste Lösung sein: Mit Hilfe kleiner Injektionen von sehr niedrig dosiertem Botox in die Haut mit eine Spritze. Werde die Nerven gelähmt, es sind ca. 40 Spritzen pro Seite nötig das ganz hält ca. 6-8 Monate (es wird abgebaut) und muss dann wiederholt werden. Da Spass ist nicht ganz billig es kostet mich 800 CHF und es wird nicht von der Krankenkasse bezahlt.
Ich habe zwar Angst vor der Behandlung aber setze grosse Hoffnungen in sie, es wird morgen um 3 losgehen.