Beiträge von Jäger-Rose

    Hui, mit einer intensiven Diskussion über das Staffelfinale hätte ich - warum auch immer - nicht gerechnet. Aber ich möchte die Chance gerne nutzen :)

    Deshalb schildere ich erst einmal mein Empfinden des Finales - unabhängig von deinem Beitrag (denn den Inhalt habe ich seit dem ersten Lesen gestern Abend schon wieder vergessen :P ).
    Das Finale hat, wie es halt so üblich ist, einiges zu bieten gehabt und auch einige Handlungsstränge zusammen fließen und zu Ende gehen lassen. Schön und angenehm bei Switched at Birth fand ich bisher immer die Erzählweise. Das Tempo war nie zu schnell, man hat sich für alle Elemente genug Zeit gelassen. Zumindest bis zu dem Finale gestern, denn hier wurden plötzlich einige Handlungen urplötzlich im Keim erstickt und die weitere Entwicklung verhindert (Beispiel: die erst in derselben Folge aufgetretenen Wendung: die Carlton schließt). Das fühlte sich unnatürlich an. Gut, andererseits war es auch für die Figuren eine besondere Situation. Und auf der anderen Seite wurden dann Schlag auf Schlag neue Handlungsstränge eröffnet, mit denen man nicht unbedingt gerechnet hätte. Gut, auch das gehört dazu. Doch wie gesagt: Ich mochte immer die bodenständige Handlung sehr und wusste sie zu schätzen (klar, ein bisschen Drama gehört auch dazu ;) ).

    Gefallen hat mir auch Bays Story in der Folge. Die Konflikte mit ihren Eltern (sinngemäß "Ich hätte gerne eure Unterstützung gehabt, aber eure Erlaubnis brauche ich nicht - ich bin 18"), wobei man auch hier wieder hätte viel mehr draus machen können - da wurde wirklich Potenzial verschenkt, denn plötzlich war alles wieder gut auf der Abschlussfeier. Von dieser Bay möchte ich mehr sehen.

    Ich muss gestehen: Ihre Gefängnisstrage habe ich Daphne wirklich gegönnt. Sie hat schon seit längerem immer wieder gezeigt, dass sie in ihrer Sturheit falsche Entscheidungen trifft und sich einfach zu einem echten A* entwickelt hat. Als dann die 3 Jahre (?) Gefängnis schon auf 3 Monate runtergerechnet wurden und sie angefangen hat, zu weinen, war sie wieder mal bei mir unten durch: Mädel, steh' zu deinen Taten!
    Merkwürdig war aber auch, dass es plötzlich vollkommen egal zu sein schien, dass Daphne ihren Job verloren hat (war das nicht Teil der Bewährungsauflagen?) und auch auf der Arbeit gestohlen hat. Das wurde ja nicht mal erwähnt, wäre aber doch auch noch mal sehr interessant gewesen für das Strafmaß oder sehe ich das verkehrt? Gut, letztendlich hat sie sich ja gestellt, was ich positiv fand. Bis dann der Twist kam und Bay sich vor sie geschmissen hat und Daphne nichts dagegen unternommen hat. *Argh* das hast du deine Pluspunkte schon wieder verspielt, Daphne!
    Aber: positiv: Es gibt Bay noch eine weitere Möglichkeit, sich weiter zu entwickeln - bin gespannt wie es mit ihr weitergeht und ihrem Charakter. Daphne... not so much. Die wird wahrscheinlich auf dem Bett liegend rumheulen und Regina am Telefon anschreien, weil sie nach Hawaii gereist ist in dieser schweren Zeit (Ende der Ironie).

    Der Cliffhanger war für mich zwar überraschend, aber dann doch irgendwie kein richtiger Cliffhanger. Dafür ist Bay dort zu mutig und entschlossen reingegangen. Naja, gespannt bin ich trotzdem, wie es dann weiter geht. Aber ich spüre kein Verlangen, jetzt sofort weiter zu schauen im Originalton.

    Die gesamte Staffel gefiel mir besser als die letzte. Die letzte Staffel(-hälfte) mit Daphnes Sommer-Praktikum fand ich sehr langatmig, da war diese Staffel hier deutlich interessanter. Wobei es immer wieder merkwürdig ist, wenn plötzlich irgendwo Nebenfiguren wieder hochpoppen, die man schon länger nicht gesehen hat. Ich muss dir auch recht geben, dass Adriana zu wenig vorkommt. Sie wohnt doch auch im selben Haus, oder nicht?
    Ebenso finde ich, dass die Story Arcs um Toby deutlich vom Umfang abgenommen haben. Natürlich war das noch nie die größte Priorität, aber er scheint immer weniger vorzukommen. Selbst seine Scheidung etc. wirkte nur so nebenbei abgehandelt.

    Angelos Tod... litt auch wieder durch diese Nebenfigur-Problematik. Gefühlt tauchte er vor den direkten Zusammenhängen zu seinem Tod bestimmt 10 Folgen nicht auf. Dann war er plötzlich wieder da... und stirbt. Das wirkt einfach etwas stümperhaft und nicht zu 100% durchgeplant. Als ob die Autoren ab und zu mal schreien würden: "Ich hab eine tolle Idee. Lasst uns XY mal dies und jenes erleben, damit wir die FIgur danach wieder für zwei Monate einmotten können".

    Die anderen Punkte von dir, Andi, möchte ich noch kurz anschneiden. Sharee wurde am Ende wirklich als Figur abgefertigt, man kann sagen, ihr Verhalten war plötzlich vollkommen out of character. Travis' Mutter hat mich jetzt nicht gestört, vielleicht liegt das dann einfach an den persönlichen Erfahrungen, die jeder von uns machen musste. Aber hiermit habe ich kein Problem gehabt. Auch wenn das wieder dieses komische Phänomen war. Ich meine, wann hatten wir die Figur zuletzt gesehen? Vor zwei Staffeln für insgesamt zwei Folgen? Und urplötzlich und ohne Vorwarnung ist sie nun wieder da, als ob das Problem immer aktuell gewesen wäre? Merkwürdig...
    Bei Kathryn und John stimme ich dir zu, da tat etwas Spannung sehr gut und hätte gern weitergehen können.
    Das hat hier nichts zu tun, aber wann duzen sich Regina und Kathryn und John endlich? Dieses ständige "Sie" wird langsam unerträglich.
    Die Wes-Entwicklung: Wollte mir auch nicht gefallen, war irgendwie total Fehl am Platz.
    Bays Beziehungen: Schon etwas hin und her, ist mir aber nicht negativ aufgefallen.
    Toby und die Lehrerin: Hmm, der Toby-Arc hat ja wie gesagt immer wenig Zeit, daher kann sich da auch nicht viel entwickeln. Ich weiß auch sowieso nicht, ob da überhaupt etwas Relevantes für den Overall-Plot entwickeln wird. Ich schätze eher nicht.

    Hab ich alle Punkte erwischt? Ich hoffe es^^

    Also wie gesagt: Ich freue mich zwar auf neue Folgen, aber mir fehlt das Verlangen, jetzt zu Amazon Prime zu gehen und mir die nächsten Folgen als Originalversion zu kaufen. Trotzdem hoffe ich, dass uns der Disney Channel kein Jahr warten lässt auf neue Folgen...

    Ja, das mit den Namen ist schon sehr sehr merkwürdig. Warum man aus Bunga im Deutschen Banga macht, kann ich ja nachvollziehen. Da möchte man die deutschen Kinder nicht aufgrund der Schreibweise und Aussprache verwirren. Aber wieso macht man aus Kion (Aussprache Kaion) denn im Deutschen Kian? Das finde ich einfach merkwürdig. Ich hoffe, es werden nicht noch mehr Namen geändert.