Wird Bob Iger Präsidentschaftskandidat?

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      Wird Bob Iger Präsidentschaftskandidat?

      Im Zuge des Fox-Deals habe ich gerade mal versucht, mich wieder mal auf den neuesten Stand zu bringen was sonst so bei und um Disney so passiert. Dabei bin ich auf einige interessante Meldungen gestoßen, die darüber spekulieren, ob sich Noch-CEO Bob Iger nach dem Ende seiner Zeit bei Disney um das Amt des US-Präsidenten bewerben könnte:
      washingtonpost.com/news/the-fi…n/?utm_term=.94c03623cf8f
      nytimes.com/2017/10/08/busines…ikely-political-turn.html

      Dazu passt, dass ich zufällig gerade heute morgen in der Zeitung einen Artikel darüber gelesen habe, dass die Demokraten momentan eigentlich keinen Kandidaten haben, der für die nächste US-Wahl 2020 infrage kommt. Das Thema Hilary dürfte wohl erledigt sein; die aktuell beliebtesten Größen Bernie Sanders, Ex-Vize Joe Biden und Elizabeth Warren sind dann alle über 70 und damit keine realistischen Kandidaten mehr. Und dann kommt lange nichts. In diese Lücke könnte Iger stoßen und als bisheriger Nicht-Politiker sogar vom "Trump-Effekt" profitieren.

      Obwohl ich gemischte Gefühle über Igers Arbeit bei Disney habe - gerade wegen der sämtlichen Zukäufe - könnte ich ihn mir gut als Präsidenten vorstellen. Allein charakterlich ist der selten interview-gebende und immer sehr zurückhaltende Iger das Gegenteil des Narzissten Trump. Inhaltlich würde er zweifelsohne auf der wirtschaftsfreundlichen Schiene fahren, die zwar gegenläufigen Trends bei den Demokraten entspricht (Stichwort Sanders-Hype), ihn aber auch für geldverliebte Republikaner wählbar machen würde. Auch für mich persönlich wäre das nicht zwangsläufig ein Problem, leider gibt es aber offenbar Grund zur Sorge, dass dabei rote Linien überschritten werden. Zumindest muss ich mir diese drei Artikel mal genauer vornehmen: latimes.com/projects/la-fi-disney-anaheim-deals/
      Was mir hingehen sehr gefällt sind seine gesellschaftspolitischen Positionen. Da in Trump-Zeiten die üblichen Gesetze nicht mehr gelten, hat er sich auch als Disney-CEO in der letzten Zeit mehrfach politisch geäußert und dabei Kritik an Trumps fremdenfeindlichen Positionen geübt, eine Diskussion über schärfere Waffengesetze gefordert und hat sich aus Trumps Wirtschafts-Gremium zurückgezogen als direkte Reaktion auf Trumps Austritt aus dem Pariser Klimaschutzabkommen.

      Für ganz chancenlos halte ich ihn nicht, mit dieser Politik steht er auf einer Linie mit den mächtigen kalifornischen IT-Giganten, wie Elon Musk oder Bill Gates. Apple ist ja durch Pixar ohnehin schon bei Disney mit im Boot. Glück haben dürfte er damit, dass er erst Disney-Chef wurde nachdem Harvey Weinstein die Zusammenarbeit beendete, damit dürfte er davon unbelastet bleiben. Wie es mit der Affäre Lasseter ausgeht, wird sich noch zeigen.
      Anderes Problem: Eigentlich sollte sein Vetrag 2019 auslaufen, Bedingung des neuen Fox-Deals war aber, dass er bis 2021 weiter macht. Aber auch das wäre noch kein Hindernis 2024 anzutreten, wenn Trump eh nicht mehr darf.

      Zwar hat er gerade erst letztes Jahr die Demokratische Partei verlassen und wurde Unabhängiger, aber das muss kein Hinderungsgrund sein. Bernie Sanders ist offiziell auch kein Demokrat.

      Ich muss sagen, ich finde die Idee sehr reizvoll und stelle mir die Geschichte sehr spannend vor.