FINDET DORIE: Bester Kinostart des Jahres 2016

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      Ich hab den Film gestern nun gesehen. War es 2003 beeindruckend, wie sie es geschafft hatten die Sicht unter Wasser darzustellen, war es dieses mal beeindruckend, wie sie gleich unzählige Varianten trüben und unterschiedlich beleuchteten Wassers konstruiert haben.

      Ich fand die Figur Gerald sehr witzig, allerdings auch problematisch. In einem Film über Behinderungen darzustellen, wie ein offensichtich zurückgebliebener Seehund von den anderen gemobbt wird in an und für sich richtig, da es sich hierbei um ein Problem handelt, das unbedingt zu diesem Thema gehört. Dass das Mobbing aber von ansonsten sehr sympathischen Zeitgenossen betrieben wurde, schafft eine Ambivalenz, deren Erfassung die meisten kindlichen Zuschauer nicht gewachsen sein dürften. Da hilft es auch nicht, dass es Gerald in der Nach-Abspann-Szene schafft, doch auf den Felsen zu kommen (und dabei noch nicht mal die anderen beiden runterschmeißt).

      Ich muss ihn irgendwie mit Scrat aus "Ice Age" erinnern. Bei dieser Figur lacht man auch über deren trotteliges Aussehen und ihren einfältig-beschränkten Charakter. Aber irgendwie kam mir nie da der Gedanke der Ungerechtigkeit oder ein Gefühl von Mitleid. Vielleicht, weil er nicht gemobbt wurde.

      Auf jeden Fall schon der zweite tolle Disney(/Pixar)-Film in diesem Jahr mit einem unnötigen "Geschmäckle". Schade.