Euer letzter Kino-Film

    • Film

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      Andi schrieb:

      Die Figur des Hercule Poirot kannte ich zwar schon aus anderen Produktionen, wirkt aber nach 60 Sherlock-Holmes-(Hörspiel-)Folgen nur noch wie ein billiger Abklatsch.


      Ja, das Problem kenne ich. Trotzdem sollte man sich immer zu Augen führen, dass Hercule Poirot und Sherlock Holmes total andere Charaktere sind, wie sie ihre Charaktereigenschaften für das lösen eines Falles verwenden und wie unterschiedlich sie auf ihr Umfeld reagieren. Da liegt der Unterschied.

      Ich muss allerdings noch anfügen, dass ich den Film noch nicht gesehen habe (Ich schaue Krimis nicht so gern im Kino) und hoffe, dass sie die BBC-Sherlock-Ästhetik aus dem Trailer nicht beibehalten haben. Es könnte durchaus sein das Branagh seinen Poirot ein bisschen "holmesiger" gemacht hat.

      An Agatha Christie's Buch habe ich allerdings nur gute Erinnerungen. Ich habe es das erste Mal im Zug nach Serbien mit 13 gelesen. :D

      TheLuckyRabbit schrieb:


      Ja, das Problem kenne ich. Trotzdem sollte man sich immer zu Augen führen, dass Hercule Poirot und Sherlock Holmes total andere Charaktere sind, wie sie ihre Charaktereigenschaften für das lösen eines Falles verwenden und wie unterschiedlich sie auf ihr Umfeld reagieren. Da liegt der Unterschied.

      Naja, das Grundprinzip ist immer das gleiche: Privatdetektiv; genial, aber exzentrisch; schlauer als die Polizei; mit Gehilfen, der genau das Gegenteil ist: nicht genial, aber liebenswürdig. Das wurde seit Sherlock Holmes immer wieder kopiert und nur leicht variiert: Hercules Poirot, Miss Marple (zumindest die Rutherford-Version), Pater Brown, Perry Mason, Inspektor Columbo, Jessica Fletcher, Ben Matlock, Dr. Mark Sloan, Adrian Monk usw. Im Wesentlichen unterscheiden sich immer nur die Macken der einzelnen Spürnasen oder die Konstellation mit dem Gehilfen (bei Jessica Fletcher z.B. sind Genialität und Liebenswürdigkeit in einer Person vereint).

      Gerade deswegen liegt das Hauptinteresse bei diesem Genre übrigens meines Erachtens auch weniger in den Fällen selbst, die mindestens unrealistisch sind (weil ich glaube, dass es 1. bei weitem nicht so viele Morde wie Krimiserien gibt und 2. in den allerwenigsten dieser Fälle der Täter so unklar ist, dass er erst mühsam deduktiert werden muss) bis hin zu extrem weit hergeholt und ihrerseits total exzentrisch (Stichwort Der Club der Rothaarigen etc.). Insofern, und in diese Richtung hast du ja auch schon gedeutet, liegt das Augenmerk bei diesem Genre in erster Linie auf den Detektiven und ihren Schrullen. Aber gerade deshalb nutzt es sich halt auch so schnell ab. Von Holmes bis Monk dürften mittlerweile alle Macken abgedeckt sein ;) Gleichzeitig bleiben die Fälle an sich ziemlich nebensächlich und kaum mehr nachvollziehbar.

      Und so sehr ich auch fast alle dieser Detektive mag und gerne sehe, mittlerweile entsteht jedoch der Wunsch in mir, mal eine andere, realistischere Art des Kriminalgenres kennenzulernen. Z.B. eine, in der die Fälle im Vordergrund liegen, sodass man wirklich miträtseln kann. Oder eins, das wirklich Einblick in die Polizeiarbeit gibt, wo mehrere Fälle parallel nebeneinander bearbeitet werden und eigentlich nur unspektakulär abgearbeitet werden, weil die Sachlage ohnehin klar ist. Hat da jemand Tipps für mich? Ich habe mal gehört, die realistischste Polizeiserie soll ausgerechnet die Sitcom "Barney Miller" sein, gerade weil hier die Polizisten eigentlich den ganzen Tag nur am Schreibstisch sitzen :D
      So, war am Freitag "Black Panther" schauen.

      Ich habe den Film sehr genossen, obwohl ich viele Male deutliche Parallelen zu KdL sehen konnte, aber das sagt, glaube ich, mehr über mich aus anstatt über den Film an sich. Er unterscheidet sich nämlich auch in vielerlei Hinsicht deutlich von KdL.
      Interessant war, dass wir mit Killmonger endlich mal wieder einen komplizierteren Bösewicht haben. Man versteht ihn, man weiss woher er kommt und wieso er so denkt und irgendwie hat er ja auch recht.

      TheLuckyRabbit schrieb:

      So, war am Freitag "Black Panther" schauen.

      Ich habe den Film sehr genossen, obwohl ich viele Male deutliche Parallelen zu KdL sehen konnte, aber das sagt, glaube ich, mehr über mich aus anstatt über den Film an sich. Er unterscheidet sich nämlich auch in vielerlei Hinsicht deutlich von KdL.
      Interessant war, dass wir mit Killmonger endlich mal wieder einen komplizierteren Bösewicht haben. Man versteht ihn, man weiss woher er kommt und wieso er so denkt und irgendwie hat er ja auch recht.

      Mein kleiner Bruder war am Freitag auch in Black Panther. ^^

      Nico schrieb:

      TheLuckyRabbit schrieb:

      So, war am Freitag "Black Panther" schauen.

      Ich habe den Film sehr genossen, obwohl ich viele Male deutliche Parallelen zu KdL sehen konnte, aber das sagt, glaube ich, mehr über mich aus anstatt über den Film an sich. Er unterscheidet sich nämlich auch in vielerlei Hinsicht deutlich von KdL.
      Interessant war, dass wir mit Killmonger endlich mal wieder einen komplizierteren Bösewicht haben. Man versteht ihn, man weiss woher er kommt und wieso er so denkt und irgendwie hat er ja auch recht.

      Mein kleiner Bruder war am Freitag auch in Black Panther. ^^


      Cool, wie hat er ihn gefunden? Ich kann mir nämlich gut vorstellen, dass der Film für ein jüngeres Publikum doch ein bisschen "schwerere" Kost ist als der handelsübliche Marvel-Film. :D