Die Schöne und das Biest (Beauty and the Beast)

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      Ich hab den Film am Samstag zum zweiten mal angeschaut. Mir ist schon wieder aufgefallen, was für widerliche Menschen es gibt. Die Lehre ist einer der besten Lehren-vielleicht sogar die beste. Gaston wurde nie bestraft, obwohl er in meinen Augen viel schlimmer ist wie das Biest früher. Ich bezweifle aber, dass er sich ändern würde. Das sagt mir eins: Leute die gemein sind, sind nicht immer/unbedingt böse. Denen gibt man deshalb auch eine Chance damit sie sich verbessern, genau wie das Biest. Und solche wie Gaston ändern sich einfach nie, das Biest (den er nicht kennt und nur wegen seiner Eifersucht umbringen wollte) hat ihn verschont, aber am Ende hat er sich selbst in den Tod geworfen. Und dann noch wegen so etwas blödes...Ich war zum ersten mal nicht traurig, sogar zufrieden dass ein Charakter gestorben ist.

      Wie gesagt find ich die ganze Geschichte/Lehre echt bestens gelungen. Es überholt für mich den Film selbst. Allerdings hätte ich gerne gewusst, wann der Prinz zum Biest wurde.
      Schöne und das Biest ist wirklich nochmal die Perfektion von Märchen überhaupt. Als Erwachsener finde ich mittlerweile, dass die mit dem Story-Potential die gleiche Story auf 3 Stunden hätten ausdehnen können, ohne inhaltlich zu sehr abzuheben, aber wer weiß was dann da raus gekommen wäre, und kindgerecht muss es ja auch in der Länge bleiben, oder ich kenne den Film schon sooo gut, dass er wie im Flug vergeht. Für mich noch besser als KdL - aber was heißt schon gut, bei diesem hohen Niveau ;)
      Ich bin momentan auf einem DSudB-Trip, nachdem ich in den letzten Wochen seit langem mal wieder den Film und erstmals auch das Bühnenmusical gesehen habe.

      Das letzte Mal habe ich den Film als Kind gesehen. Ich fand ihn damals nicht schlecht, er machte allerdings keinen so großen Eindruck auf mich. Lag wahrscheinlich vor allem daran, dass mich als Kind in den Disneyfilmen vor allem die Gags und Nebenfiguren interessierten und da natürlich Dschinni und Timon & Pumbaa alle anderen überstrahlten.
      Von daher war ich neugierig, meine kaum vorhandenen Erinnerungen aufzufrischen und war begeistert vom Ergebnis! Die Bilder sind wirklich brilliant, so voller schöner, leuchtender Farben, und die Animation ist noch einen deutlichen Schritt besser als beim nur zwei Jahre vorher erschienenem Meisterwerk "Arielle". Ich behaupte ja, dass die Filme der 90er, von DSudB bis etwa "Tarzan" den Höhepunkt der Animationskunst darstellen. Zumindest, soweit ich das als kompletter Laie beurteilen kann.
      Was mich aber mindestens genauso positiv überrascht war die Geschichte: Ich wusste noch irgendwas von der Parabel von der "inneren Schönheit", so'n Standard-Ding halt. Was ich aber nicht mehr wusste war, dass es nicht Belle war, die diese Lektion lernen musste, wie es auf den ersten Blick naheliegen würde, sondern das Biest! Diesen erzählerischen Kniff finde ich absolut großartig! Vor allem wenn man bedenkt, dass sich Männer ja auch viel schwerer damit tun, diese Lektion "zu lernen" als Frauen. Zumindest wenn wir wirklich von "Schönheit" im engeren Sinne reden. Wenn es um andere Äußerlilchkeiten wie Geld und Macht geht, lassen sich auch viele Frauen gerne blenden, habe ich das Gefühl...
      Gefallen hat mir zudem, wie gut die Gesangszenen in den Fluss integriert wurden. Bei Filmmusicals finde ich den Übergang manchmal etwas "holprig", wenn plötzlich angefangen wird zu singen. Auch die schönen Settings von Dorf und Wald möchte ich hervorheben, sowie die Darstellung der Wölfe: Endlich mal keine ach-so niedlichen Tierchen in einem Disneyfilm, sondern räudige Bestien! Auch wenn ja Wölfe, soviel ich weiß, gerade nicht dafür bekannt sind, Menschen einfach so anzufallen. Im Grunde war das einzige, was mich an dem Film gestört hat, die später zusätzlich eingefügte Szene "Mensch wieder sein", die inhaltlich unnötig einfach nur wie eine Kopie von "Sei hier Gast" wirkt. Aber die kann ich ja beim nächsten anschauen zum Glück weglassen.
      Wenn man bedenkt, dass "Aladdin" inhaltlich ja doch ein bisschen "platt" ist und sogar mein All-Time-Favorite "Der König der Löwen" ein Kratzer bekommen hat, weil ich den "Messias-Kult" in diesem Film mittlerweile irgendwie bedenklich finde, hat sich DSudB im Vergleich zu meinen Kindheitseindrücken wohl am Besten gehalten (habe die "großen 4" in den letzten Jahren größtenteils zum ersten Mal seit meiner Kindheit wieder geschaut). Ist natürlich nicht so schwer, wenn die anderen nur verlieren konnten.

      Das Musical war ebenfalls großartig. Schön geschrieben, sowohl inhalich, wie der Übersetzung nah am Original und absolut super inszeniert und gespielt. Kurioserweise war es allerdings eine Inszenierung des Budapester Operetten-Ensembles, sodass alle Schauspieler einen heftigen ungarischen Akzent hatten. Naja, man konnte das aber irgendwie als französischen Akzent auffassen, dann hat es wieder gepasst. Ich frage mich nur, wie es dazu kommen konnte: Wahrscheinlich gibt es in Ungarn nicht genügend große Häuser, sodass sich eine Tournee der ungarischen Version lohnen würde. Gleichzeitig ist ein ungarisches Ensemble für einen deutschen Musicalveranstalter sicher billiger als eine einheimische Produktion. Wenn diese Mutmaßung stimmt, wäre das sehr traurig.

      Wenn man sich als Disney-Fan länger damit beschäftigt, fällt einem irgendwann auch die Besonderheit der Figur "Belle" auf. Sie besticht durch ihren selbstbewussten Charakter und ihr anfänglich fehlendes Interesse an einer Liebesbeziehung. Am Ende findet sie ihre Erfüllung allerdings doch als Partnerin eines Mannes. Wie ich mittlerweile rausgefunden habe, gab und gibt es deshalb heftige Diskussionen über Belles Status als Feministin. Das brachte mich auf den Gedanken, mal wieder eine neue Folge meiner Disneyfacts zu schreiben, die sich dem Thema Weibliche Helden in Disneyfilmen widmet. Da ich aber erstens gar nicht alle Disneyfilme gedanklich so weit "parat" habe um diese angemessen miteinander zu vergleichen und ich es zweitens immer etwas seltsam finde, als Mann über Feminismus zu schreiben (so als würde ich das den Frauen auch noch wegnehmen), dachte ich, ich frage mal, ob vielleicht eine unserer starken Ladies hier im Forum Lust hat, sich als Gastautorin dem Thema zu widmen. Alleine oder zusammen mit mir - wie ihr wollt. Wie sieht's aus @TheLuckyRabbit, @EnnyMay, @Mindoir? Hat jemand von euch Interesse?
      Sehr spannend dieser Einblick :D

      Andi schrieb:

      Im Grunde war das einzige, was mich an dem Film gestört hat, die später zusätzlich eingefügte Szene "Mensch wieder sein", die inhaltlich unnötig einfach nur wie eine Kopie von "Sei hier Gast" wirkt. Aber die kann ich ja beim nächsten anschauen zum Glück weglassen.


      Das stimmt. Ich fand bisher die meisten Extra Szenen unnötig. Der Song ist nett, aber ich fand damals auch, dass er zu sehr wie "Sei hier Gast" wirkte. Inhaltlich ist er natürlich schön, weil man - wenn ich mich richtig erinnere - etwas mehr über die einzelnen Schlossbewohner und ihre Wünsche erfährt. Das wird ja im restlichen Film sonst eher weggelassen.

      Andi schrieb:

      Das Musical war ebenfalls großartig. Schön geschrieben, sowohl inhalich, wie der Übersetzung nah am Original und absolut super inszeniert und gespielt. Kurioserweise war es allerdings eine Inszenierung des Budapester Operetten-Ensembles, sodass alle Schauspieler einen heftigen ungarischen Akzent hatten.

      Stimmt, bei mir war das damals auch eine Nicht-Deutsche Besetzung, hat aber auch funktioniert. Ich fand es erstaunlich wie gut sie die Verwandlung ganz am Schluss gemacht haben. Generell waren viele Szenen, wo ich sofort an den Animationsfilm denken musste. Es gab aber 1 neues Lied das mir nicht so gut gefiel. Ich weiß nicht mehr genau wie es hieß aber es kommt auch in der Instrumentalversion in der Neuverfilmung einmal vor.

      Andi schrieb:

      Wenn man sich als Disney-Fan länger damit beschäftigt, fällt einem irgendwann auch die Besonderheit der Figur "Belle" auf. Sie besticht durch ihren selbstbewussten Charakter und ihr anfänglich fehlendes Interesse an einer Liebesbeziehung. Am Ende findet sie ihre Erfüllung allerdings doch als Partnerin eines Mannes. Wie ich mittlerweile rausgefunden habe, gab und gibt es deshalb heftige Diskussionen über Belles Status als Feministin.

      Tja... irgendwie ist mir das noch nie so bewusst geworden! Klar, dass sie Gaston ausschlägt und ihrem Vater als einzige Prinzessin tatkräftig zur Hand geht und sehr klug ist, ihren eigenen Kopf hat, etc. Das schon, aber die Tatsache, dass sie die Einzige ist, die sich keine Liebesbeziehung wünscht, ist mir bisher nicht aufgefallen. Bei Jasmin bin ich mir da allerdings auch nicht sicher. Sie wollte doch auch keine Liebesbeziehung und hat Aladdin erst ausgeschlagen, weil er sich wie ein arroganter, reicher Prinz verhielt.
      Ich habe aber die Prinzessinnen generell noch nie so verglichen, vor allem nicht unter dem Gesichtspunt des Feminismus. Das kommt vielleicht daher, dass ich mit diesem Begriff nicht unbedingt etwas Gutes verbinde. Hängt aber auch sehr mit der jeweiligen Auslegung von Feminismus zusammen. Daher weiß ich nicht, ob ich geeignet bin darüber einen Artikel zu schreiben. Ich wüsste gar nicht, wo ich anfangen sollte. Das Thema finde ich aber schon interessant und würde mich auf jeden Fall daran beteiligen, sei es nur in der Diskussion nachdem der erste "Artikel" geschrieben wurde.
      Ich melde mich mal nach langer Abwesenheit (und schwacher Internetverbindung) aus den Ferien mit einem herzlichen "Zdravo" zurück!

      Nun zum Thema:
      Ich liebte das Märchen als ich klein war und noch mehr als ich das erste Mal die Disney-Version gesehen hatte. Das hat dazu geführt, dass ich mir wahrscheinlich über die Jahre gut 1/3 aller Versionen der Schönen und das Biest auf dieser Welt angeschaut, gelesen und angehört habe. Und damit meine ich auch ihre mythischen Vorreiter, sowie mögliche Inspirationen aus der echten Welt, allen voran Gonsalvus.

      Anfügen möchte ich noch, dass es eine sehr interessante Adaption in der Reihe "Märchen aus aller Welt" gibt, die im Kika um die 2000er Wende lief. Das Ganze war sehr afrikanisch angehaucht, das Biest war ein Warzenschwein und alle anderen Charaktere waren dunkelhäutig, auch die "Schöne". Das ist in sofern interessant, weil die "Schöne" normalerweise immer nach einer europäischen/kaukasischen Schönheit nachempfunden wird. (Was ich überhaupt nicht verstehen kann Allerdings muss ich sagen, dass ich diese Version seit damals nie mehr gesehen habe und es durchaus sein kann, dass mir meine Erinnerung einen Streich spielt.

      Ausserdem möchte ich allen, die das lesen, die Version von Jean Cocteau nahelegen, da dort die Figur des "Gaston" erfunden wurde und auch filmisch ist sie sehr interessant anzuschauen. Der Film ist zwar in schwarz-weiss, aber einmal muss ihn jeder wahre dSudB-Fan gesehen haben.

      Das Musical (Es ist eine Weile her seit ich es gesehen habe) war wunderbar, aber viel konnte man mit dieser Musik nicht falsch machen, da Disney schoon damals eine sehr "broadwayesque" Richtung eingeschlagen hatte, und so passte es perfekt in das Broadway-Musical-Schema der Zeit hinein und das war immerhin die Zeit in der Phantom der Oper (nach seinem erfolgreichen Start 1988) auf dem Broadway hoch und runter gespielt wurde. Auch das dazugeschriebene "If I Can't Love Her" und seine Reprise ist so ein wunderbar Stück Musik, dass es einem so leicht macht, mit dem Biest zu fühlen. Besonders die Reprise zerreisst mir richtig das Herz. (Ja, @Andi "Musical-Enthusiast" bin ich auch noch :D )

      Ich persönlich habe Belle's Status als feministisches Vorbild nie angezweifelt. Ich weiss, dass es die Debatte im Internet gibt, aber
      1. wird in "Belle Reprise" schon angedeutet, dass sie sich wünscht, jemanden auf ihren Reisen zu treffen, von dem sie sich verstanden fühlt ("Vielleicht wird's mir so ergeh'n, das mich jemand wird versteh'n") und das deutet ja eigentlich schon an, dass sie nach so etwas sucht, und das findet man im selben Lied in dem sie lauthals singt: "Ich möcht' die ganze Welt für mich erfahren!" Es ist also schon am Anfang angedeutet, nur eben leiser. Fast schon schon so als wäre sie sich es selber gar nicht richtig bewusst.
      2. Liebe ist keine Schwäche. Ich weiss, Hollywood gleist das gerne mal so auf, aber so ist es nicht. Eine starke Frau darf sich durchaus verlieben und müssen nicht immer die Frau sein, die alleine steht und Monster bekämpft. Eine starke Frau kann sogar in ihren Ansichten wachsen, wie Belle es tut. Sie beginnt den Mann hinter dem Biest zu sehen, genau zur gleichen Zeit als das Biest Belle's Charakter hinter dem schönen Antlitz kennenlernt. Belle ist clever und rettet sich aus mancher misslichen Lage mit ihrem Mut und ihrer Unnachgebigkeit, aber Belle ist auch nett und zuvorkommend und hat manchmal auch Angst. Kurzum: Belle ist eine Frau mit Ecken und Kanten. Sie steht zu ihren Gefühlen und geht ihren Weg auch wenn er sie vielleicht nicht dorthin führt, wohin sie erwartet. Was sie meiner Meinung nach zu einem guten Vorbild macht. Feministisch oder nicht.

      Andi schrieb:

      Das brachte mich auf den Gedanken, mal wieder eine neue Folge meiner Disneyfacts zu schreiben, die sich dem Thema Weibliche Helden in Disneyfilmen widmet. Da ich aber erstens gar nicht alle Disneyfilme gedanklich so weit "parat" habe um diese angemessen miteinander zu vergleichen und ich es zweitens immer etwas seltsam finde, als Mann über Feminismus zu schreiben (so als würde ich das den Frauen auch noch wegnehmen), dachte ich, ich frage mal, ob vielleicht eine unserer starken Ladies hier im Forum Lust hat, sich als Gastautorin dem Thema zu widmen. Alleine oder zusammen mit mir - wie ihr wollt. Wie sieht's aus @TheLuckyRabbit, @EnnyMay, @Mindoir? Hat jemand von euch Interesse?


      An einer Zusammenarbeit hätte ich durchaus Interesse, alleine würde ich mich nie an so ein Mammutprojekt trauen. :D Aber ehrlich, ich bin der Meinung, dass du es nicht seltsam finden solltest als Mann über Feminismus zu schreiben. Ich bin dagegen, dass man die Männer einfach aussen vor lässt. Das führt zu unnötigen Missverständnissen. Ich finde, die Bewegung gehört allen, die gegen ein Unrecht kämpfen wollen und die Welt ein bisschen besser machen wollen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „TheLuckyRabbit“ ()

      TheLuckyRabbit schrieb:

      Liebe ist keine Schwäche.


      Das finde ich auch. Nur, weil eine Prinzessin vielleicht von der großen Liebe träumt, heißt das nicht unbedingt, dass sie weniger feministisch ist. Oder?
      Aber wie gesagt, das Thema fällt mir generell etwas schwer und manchmal habe ich das Gefühl mein Freund ist feministischer als ich, vor allem was Frauenrollen in Filmen betrifft.

      EnnyMay schrieb:

      Das finde ich auch. Nur, weil eine Prinzessin vielleicht von der großen Liebe träumt, heißt das nicht unbedingt, dass sie weniger feministisch ist. Oder?
      Aber wie gesagt, das Thema fällt mir generell etwas schwer und manchmal habe ich das Gefühl mein Freund ist feministischer als ich, vor allem was Frauenrollen in Filmen betrifft.


      Ich würde mich jetzt auch nicht als die Feministin schlechthin bezeichnen. Es gibt durchaus extremere in meinem Freundeskreis. :D

      Ich gehe bei Geschichten meistens nach meinem Gefühl. Zum Beispiel, würde ich niemals Schneewittchen oder Cinderella als feministisch betrachten. Dafür haben sie mir einfach zu wenig Charakter und tun zu wenig in ihren eigenen Geschichten. Aber andere Feministen sehen die Filme wieder anders. Für sie kann man Cinderella sehr wohl als "feministisch" bezeichnen. Man sieht also, die Meinungen gehen stark auseinander. Ich bin nicht alle Feministen und sie sind nicht ich und das ist gut so!

      EnnyMay schrieb:


      Ich habe aber die Prinzessinnen generell noch nie so verglichen, vor allem nicht unter dem Gesichtspunt des Feminismus. Das kommt vielleicht daher, dass ich mit diesem Begriff nicht unbedingt etwas Gutes verbinde. Hängt aber auch sehr mit der jeweiligen Auslegung von Feminismus zusammen. Daher weiß ich nicht, ob ich geeignet bin darüber einen Artikel zu schreiben. Ich wüsste gar nicht, wo ich anfangen sollte. Das Thema finde ich aber schon interessant und würde mich auf jeden Fall daran beteiligen, sei es nur in der Diskussion nachdem der erste "Artikel" geschrieben wurde.

      In meinem Umfeld - persönlich, wie auch auf facebook - gibt es einige sehr lautstarke Feministinnen und eine große, schweigende Mehrheit von Frauen, die dem Thema reserviert bis indifferent gegenüber stehen. Da erstere, wie gesagt, sehr wortstark sind, sind mir deren Ansichten einigermaßen bekannt. Die zweite Gruppe, zu der du offensichtlich gehörst, schweigt sich dazu dagegen sehr beharrlich aus. Deshalb würde ich mich freuen, wenn du bereit wärst, deine Position ausführlicher zu erläutern. Nicht als Verhör, sondern aus reiner Neugier.
      Vor einiger Zeit hatte ich dahingegehend schonmal eine Unterhaltung mit @Mindoir, daher würde ich dazu einladen dafür diesen Thread zu verwenden, da dies hier ja eigentlich ein Film-Thread ist.

      TheLuckyRabbit schrieb:

      Das hat dazu geführt, dass ich mir wahrscheinlich über die Jahre gut 1/3 aller Versionen der Schönen und das Biest auf dieser Welt angeschaut, gelesen und angehört habe.

      Du Freak! :D

      TheLuckyRabbit schrieb:

      (Ja, @Andi "Musical-Enthusiast" bin ich auch noch )

      Gibt es eigentlich irgendwas, mit dem du dich nicht auskennst? :D

      TheLuckyRabbit schrieb:

      Aber ehrlich, ich bin der Meinung, dass du es nicht seltsam finden solltest als Mann über Feminismus zu schreiben. Ich bin dagegen, dass man die Männer einfach aussen vor lässt. Das führt zu unnötigen Missverständnissen. Ich finde, die Bewegung gehört allen, die gegen ein Unrecht kämpfen wollen und die Welt ein bisschen besser machen wollen.

      Momentan ist das Thema ja wieder sehr aktuell und ich verfolge die Debatte recht intensiv. Dabei liest man tatsächlich regelmäßig, dass Frauen Männer dazu aufrufen sich zu beteiligen. Ich finde, wenn man dazu aufruft, muss man aber auch damit rechnen bzw. damit klarkommen, dass dann von diesen auch abweichende Meinungen vertreten werden. Unter solchen Beiträgen von Männern finden sich dann aber oft Kommentare wie "Das kann ja nur von einem Mann kommen", wo ich mich dann erstens frage, ob das nicht auch diskriminierend ist und zweitens, ob dann die Beteiligung von Männern wirklich ernsthaft gewünscht ist bzw. nur dann, wenn sie exakt auf der Linie der Feministinnen sind. Dann wäre es aber keine Debatte mehr, sondern ein bloßer Kampf um die Meinungshoheit, in der eine "weibliche" Meinung gegen eine "männliche" Meinung steht und möglichst alle Männer zu dieser "weiblichen" Meinung bekehrt werden müssen. Aber generell gibt es ja in der öffentlichen Diskussion eine gewisse Tendenz zu einem "Wenn-du-nicht-für-uns-bist,-bist-du-gegen-uns"-Dualismus. Ich will mich da gar nicht davon ausnehmen. Ich tue mir auch schwer damit, bei AfD-Sympathisanten Grautöne zu sehen.

      Zum Thema Belle und Cinderella: Vorsicht, du nimmst ja jetzt eigentlich schon Dinge weg, die Gegenstand unseres Artikels wären...! ;)

      Andi schrieb:

      Gibt es eigentlich irgendwas, mit dem du dich nicht auskennst?


      Tja, ich habe halt eine breite kulturelle Bildung genossen.

      Andi schrieb:

      Zum Thema Belle und Cinderella: Vorsicht, du nimmst ja jetzt eigentlich schon Dinge weg, die Gegenstand unseres Artikels wären...!


      Vielleicht ja, aber das ist für mich kein Spoiler, weil ja dort noch deine Meinung hinzufliesst, und ich am Text an sich noch arbeiten will, damit sie nicht so plump tönt. Sieh es mal so, jetzt weisst du genau, mit welcher Sorte Mensch du dich fortan rumschlagen musst. :D